Polizei erschießt Hund auf der Autobahn 7 bei Fulda

03. Juli 2017
Fulda

Die Polizei hat Sonntagabend auf der Autobahn 7 bei Fulda nach stundenlanger Suche einen ausgebüxten Hund erschossen. Nach Angaben der Polizei wurde das Tier getötet, um Unfälle zu verhindern und die Sicherheit der Autofahrer nicht zu gefährden. Der französische Beauceron war seinem Besitzer nachmittags auf einem Parkplatz davongelaufen. Er hatte den Hund erst an dem Tag gekauft.

Der Beauceron war dem 66-jährigen Besitzer kurz nach 16 Uhr auf dem Parkplatz Rotkopf entlaufen, berichtet die Polizei. Sein Herrchen hatte zu einer Pinkelpause angehalten, den gerade erstandenen Hund dabei nicht angeleint. Herrchen, Polizei und weitere Autofahrer versuchten danach, den Hund einzufangen. Die Suche blieb erfolglos, der Vierbeiner lief in einen Wald nahe des Parkplatzes.

Rund eine Stunde später rief der Hundehalter erneut die Polizei an und erklärte, dass der Hund zwei Kilometer weiter auf der A7 herumlaufen würde. Mehrere Streifenwagen, darin unter anderem ein Hundeführer und ein Polizeihund, kamen dem Mann zur Hilfe. Nachdem sie einen Fahrstreifen der Autobahn gesperrt hatten und über das Radio eine Warnmeldung herausgegeben hatten, begann die Suche.

Drei Stunden versuchten Beamten und Besitzer den Hund entlang der A7 und einem angrenzenden Waldareal einzufangen. Immer wieder sei man haarscharf dran gewesen, sagt die Polizei. Am Ende entwischte der eineinhalb Jahre alte Hund immer wieder – auch über die Autobahn.

Am Abend entschieden die Beamten den Hund zu töten. Der Besitzer stimmte dem zu. In der Dunkelheit wäre der unkontrollierbare Hund eine Gefahr für den Verkehr gewesen, begründet dies die Polizei. Auch, weil Sonntagabend das LKW-Fahrverbot endete. Schwerste Unfälle hätten die Folge sein können.

Polizisten erschossen den Vierbeiner schließlich. „Die Kollegen haben über Stunden alles getan, um das Tier einzufangen“, berichtet Polizeisprecher Martin Schäfer. Man sei sich sicher gewesen, dass den Hund eingefangen werden könne. Die Beamten seien so fokussiert auf die Suche gewesen, dass andere Möglichkeiten – etwa eine Betäubung – nicht in Frage gekommen seien. Als es Dunkel wurde, habe man keine andere Möglichkeit gehabt, als das Tier zu töten, so der Polizeisprecher. / kbk, lr