Polizei zerschlägt Fuldaer Drogendealerring

30. November 2016
Region

1,5 Kilogramm Marihuana und 100 Gramm Kokain sollen fünf Männer aus den Niederlanden nach Deutschland geschmuggelt haben. Am Samstagabend hat die Polizei fünf Verdächtige aus dem Landkreis Fulda festgenommen und Rauschgift im Wert von etwa 25.000 Euro sichergestellt.

Die Polizei war dem 22 Jahre alten Haupttäter und seinen bis zu sieben Jahren älteren Helfern seit Ende des vergangenen Jahres auf der Spur. Das teilte die Staatsanwaltschaft Fulda und das Polizeipräsidium Osthessen in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit. Den entscheidenden Hinweis erhielten die Ermittler am vergangenen Wochenende.

Es verdichteten sich die Hinweise, dass die Männer mit einem eigens zum Schmuggel umgebauten Auto Drogen von Holland nach Deutschland transportieren wollten. Gemeinsam mit Observationseinheiten der niederländischen Polizei und einem hessischen Mobilen Einsatzkommando verfolgten die Fuldaer Ermittler die Tatverdächtigen.

Auf einer Autobahnraststätte in Nordrhein-Westfalen schlug die Polizei schließlich am frühen Samstagabend zu: In der Lehne der Rücksitzbank fanden die Beamten das Marihuana und Kokain. Den Fahrer, der allein in dem Wagen saß, nahmen sie fest. Nur eine Stunde später stoppten sie noch ein weiteres Fahrzeug, in dem der Haupttäter und zwei weitere Helfer unterwegs waren. Alle drei nahm die Polizei fest.

Nahezu zeitgleich durchsuchte die Polizei die Wohnungen der Festgenommenen und zwei weiterer Verdächtiger. Sie fanden keine nennenswerten Mengen an Rauschgift oder anderer Beweismittel. Dafür schnappten sie noch einen Mittäter.

Der Haftrichter entschied einen Tag nach der Festnahmen, dass der Haupttäter wegen Fluchtgefahr und dringenden Verdachts des Einfuhrschmuggels in nicht geringer Menge in Untersuchungshaft muss.

„Dieser Ermittlungserfolg ist das Ergebnis einer hervorragenden Teamleistung“, lobt Osthessens Polizeipräsident Günther Voß die gute internationale Zusammenarbeit. „Mit Fleiß, langem Atem und Akribie haben die Kollegen sprichwörtlich Tag und Nacht ermittelt. Respekt!“, ergänzt Voß.

Die Leiterin der Staatsanwaltschaft Fulda, Christine Kreis, lobte: „Die gute und konstruktive Zusammenarbeit zwischen Staatsanwaltschaft, den hiesigen und den niederländischen Ermittlungsbehörden sowie den Ermittlungsrichtern waren Grundlage für diesen Erfolg“. / sre