Durch Schnee und Matsch: 2700 Teilnehmer beim Braveheart-Battle in der Rhön

12. März 2016
Bischofsheim an der Rhön

Schwitzen, kämpfen, leiden: Fast 2700 Läufer sind beim Extremlauf Braveheart-Battle in Unterfranken an den Start gegangen. Nach sechs Auflagen in Münnerstadt starteten die Teilnehmer am Samstag erstmals in Bischofsheim am Fuße des Kreuzberges in der Rhön.

Tausende Zuschauer hatten sich am Streckenrand im unterfränkischen Landkreis Rhön-Grabfeld versammelt, um die Läufer im Freien anzufeuern. Phil Reuß aus Thüringen war nach 3 Stunden, 17 Minuten und 37 Sekunden auf der knapp 30 Kilometer langen Strecke mit 45 Hindernissen als Erster im Ziel, wie Sprecherin Lena Franz am Samstag sagte.

„Die Läufer waren voll motiviert“, erklärte Lena Franz. „Alle waren gespannt auf die neue Strecke mit insgesamt etwa 1200 Höhenmetern durch die vielen Aufs und Abs.“ In diesem Jahr mussten die Sportler vor allem extreme Steigungen bewältigen. In der Spitze ging es hoch bis auf knapp 800 Meter.

Dort lag sogar noch Schnee. Außerdem mussten die Läufer etwa durch den Matsch robben, über brennende Feuerkörbe springen, durch den Fluss Brend waten und eine sechseinhalb Meter hohe Strohwand überwinden.

Rund 200 Helfer des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK), der Berg- und der Wasserwacht sowie mehrere Notärzte begleiteten den Wettkampf bei kalten Temperaturen. Mehrere Einsätze wegen leichter Unterkühlungen und klassischer Sportverletzungen waren nötig, wie ein BRK-Sprecher sagte. Auch ein Rettungshubschrauber sei im Einsatz gewesen. Größere Zwischenfälle habe es bis zum Nachmittag aber nicht gegeben. / dpa