Vogelgrippe im Opel-Zoo: Gefahr für Gersfelder Wildpark?

30 nov 2016 / 15:17 H.
Gersfeld

Der Fall eines toten Rosapelikan aus dem Opel-Zoo in Kronberg, bei dem der Vogelgrippe-Virus H5N8 nachgewiesen wurde, sorgt bei den Betreibern des Wildparks im osthessischen Gersfeld für ein ungutes Gefühl. Die Gefahr bestehe auch für den Rhöner Tierpark, sei allerdings gering, beruhigt Wildpark-Leiter Hermann Bleuel im gleichen Atemzug.

Von unserem Redaktionmitglied Markus Kubiak

Nach der Vogelgrippe-Diagnose bei einem Rosapelikan bleibt der Opel-Zoo in Kronberg (Taunus) für Besucher vorerst geschlossen. Wie das hessische Umweltministerium am Dienstag bekanntgab, war das Zootier bereits in der vergangenen Woche tot im Gehege entdeckt worden. Das Friedrich-Loeffler-Institut habe den Kadaver untersucht und am Dienstag bestätigt, dass er positiv auf das hochansteckende H5N8-Virus getestet worden sei. Der Opel-Zoo gehört mit jährlich rund 750.000 Besuchern zu den meistbesuchten Freizeiteinrichtungen in Hessen.

Besucherzahlen wie diese verzeichnet der Gersfelder Wildpark zwar nicht. Dennoch machen sich jährlich tausende auf den Weg zu dem Areal unweit der Wasserkuppe. Dort sorgt der tote Pelikan aus dem Taunus für Sorgenfalten auf Stirn der Verantwortlichen. „Damit muss man als Betreiber leben, Sorgen macht das einem aber trotzdem“, sagt Leiter Hermann Bleuel.

Allerdings halte sich die Gefahr in Grenzen, meint Bleuel. Fast alle Vögel in seinem Park leben in geschlossenen Volieren, sprich großen Vogelkäfigen. Diesen Tieren – etwa der Gersfelder Schneeeule, dem Uhu oder den Fasanen des Parks – könne eigentlich nichts passieren. Da müsse viel Pech im Spiel sein, wenn der Kot eines infizierten Tieres in die Käfige gelange.

Im Parkteich hingegen leben Gänse, Schwäne und Enten ohne Schutz. Doch derzeit ist das Becken leer. Der Teich wird für die kommende Saison hübsch gemacht und die Tiere verbringen den Winter in anderen Gewässern im Umkreis. „Wir haben derzeit kaum Geflügel bei uns “, so Park-Leiter Bleuel – von toten Tieren ganz zu sprechen. Besondere Vorkehrungen gebe es insofern nicht.

Bei dem toten Rosapelikan handelt es sich um den dritten bestätigten Fall des Vogelgrippeerregers in Hessen. Zuvor waren bei einer toten Kanadagans in Frankfurt und bei einer Wildente im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg das Virus festgestellt worden. Momentan gilt landesweit eine Stallpflicht für Geflügel. In Risikozonen entlang großer Flüsse und Seen bitten die Behörden darum, Katzen und Hunde nicht frei herumlaufen zu lassen, damit diese nicht über ihr Fell oder ihre Pfoten den Kot infizierter Vögel weiterverbreiten.

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