Das Möbelwerk Leo Bub perfektioniert seit 85 Jahren die Kunst des Weglassens

11. Dezember 2017
Poppenhausen

In Poppenhausen wird die Kunst des Weglassens perfektioniert – zumindest beim Möbelwerk Leo Bub. Das Familienunternehmen setzt bei seinen Möbelkreationen auf Minimalismus, höchste Qualität und vor allem Individualität.

Das Rhöner Unternehmen wurde 1932 vom Namensgeber gegründet und wird mittlerweile in dritter Generation geführt. Sie lesen nachfolgend eine Pressemitteilung des Landkreises im Wortlaut:

Auch bei der strategischen Ausrichtung des Unternehmens fährt die Geschäftsleitung eine klare Linie. „Wir konzentrieren uns mit einem guten Team auf das, was wir am besten können, nämlich die hochindividuelle Fertigung“, sagt Andreas Bub (49), Diplom-Wirtschaftsingenieur und Enkel des Unternehmensgründers. Seit 2002 führt er gemeinsam mit seinem Onkel Thomas (65) die Geschäfte.

Bei Design, Vertrieb und Montage arbeitet das Möbelwerk mit bewährten Partnern zusammen. Zum Kundenkreis des Unternehmens gehören inhabergeführte Einrichtungshäuser sowie Architekten, deren Kunden das Besondere suchen und schätzen.

„Wir sehen uns selbst an der Schnittstelle von Handwerk und Industrie. Unsere Möbel liegen nicht auf Lager, sondern wir fertigen sie auf Bestellung und speziell nach Kundenwünschen an“, erklärt Thomas Bub, der Betriebswirtschaft studiert hat und verweist auf die hohe Flexibilität und Fertigungstiefe des Familienunternehmens. Verschiedene Oberflächenbehandlungen, die Verarbeitung von speziellen Gläsern und Metallen oder modernste Beschlagtechniken würden die Designaussage der Möbel unterstreichen und auch das technische Know-how des Unternehmens sowie des 45-köpfigen Teams widerspiegeln.

Zum Team gehören Tischler, die ihr Handwerk von der Pike auf gelernt haben, Ingenieure, Produktionshelfer und kaufmännische Angestellte. „Es gibt einige, die ihre Ausbildung bei uns absolviert haben und heute wichtige Positionen im Betrieb bekleiden“, merkt Thomas Bub an. Weil der Fertigungsprozess der Möbel technisch äußerst anspruchsvoll sei, benötige man entsprechend qualifiziertes Personal. Dafür sorge zum einen der Betrieb selbst, der kontinuierlich ausbilde. „Zum anderen freuen wir uns aber auch über Bewerbungen von qualifizierten Tischlern sowie Produktionshelfern, die unser Team verstärken möchten“, betont Andreas Bub.

Den Schritt von der Tischlerei zur anspruchsvollen industriellen und nachhaltigen Fertigung hat das Möbelwerk Leo Bub schon sehr früh, in den 1970er Jahren, vollzogen. Den Grundstein dafür haben Leo Bub sowie dessen Söhne Manfred (80) und Klaus (79) gelegt. Beide hatten in den 1950er Jahren im väterlichen Betrieb das Tischlerhandwerk gelernt, etwas später die Meisterprüfung abgelegt und anschließend bis zum Eintritt ins Rentenalter die Geschäftsführung inne. Über Jahre führten die Brüder gemeinsam mit Vater Leo die Geschäfte.

Mit wegweisenden Investitionen in innovative Technik sowie dem Bau dreier moderner Produktionshallen, die sich am Ortsausgang in Richtung Weyhers befinden und über 5.500 Quadratmeter Fläche verfügen, wurde damals eine solide Basis gelegt. „Tatsächlich profitieren wir noch heute von diesen Entscheidungen“, sagt Andreas Bub. Die moderne Infrastruktur, die langjährige Erfahrung und der hohe Spezialisierungsgrad machen das Familienunternehmen für Kooperationspartner interessant. „In Zusammenarbeit mit einem amerikanischen Unternehmen erschließen wir gerade als technischer Partner den Bereich des exklusiven Innenausbaus.“

Obwohl die Familie Bub seit Generationen fest in der Rhön verwurzelt ist und die meisten Mitarbeiter auch aus der Umgebung stammen, ist der Vertrieb überregional ausgerichtet. Der Exportanteil des Möbelwerks liegt nach Angaben der Geschäftsführer bei 30 Prozent. „Wir liefern deutschlandweit und weltweit - hauptsächlich in die Schweiz, aber auch nach Afrika oder in die USA“, so Thomas Bub. Selbst in Moskau, Peking, Tokio oder Ulan Bator finde man die exklusiven Möbel aus der hessischen Rhön.