Rhön GmbH will das Mittelgebirge als Ganzes vermarkten

02. Januar 2018
Rhön

Die Rhön GmbH wurde am 1. Februar gegründet. Ende des Jahres gab Geschäftsführer Thorn Plöger einen Überblick über die bislang umgesetzten Themen und blickte in die Zukunft. Er hat große Ziele: Plöger will die Rhön zu einem der bekanntesten Mittelgebirge in Deutschland machen.

Dazu müssten aber die Voraussetzungen geschaffen werden. Wichtigstes Ziel der neuen Gesellschaft ist es, die Rhön länderübergreifend und bundesweit zu vermarkten. Das Denken in den Kategorien bayerische, hessische oder thüringische Rhön soll beendet werden, sagt er. Dies müsse das vorrangige Ziel für das Jahr 2018 sein. Mit einem Destinations-Management will er dies erreichen. Dabei verweist der Geschäftsführer auf die Notwendigkeit der Zusammenarbeit der drei Bundesländer, damit überregional von „der Rhön“ gesprochen und damit geworben werden kann.

Dazu soll nicht nur eine RhönCard für die Gäste mit vielen Angebotsvergünstigungen eingeführt werden. Ein einheitliches Online-Buchungssystem, ein länderübergreifendes Gastgeberverzeichnis und gemeinsame Messeauftritte müssten im neuen Jahr organisiert werden, sagte er. Dazu soll die Dachmarke Rhön mit Produkten aus der Region in die Vermarktung integriert werden. Seit Gründung der Rhön GmbH gehört sie zu der neuen Gesellschaft.

Und es sollen im neuen Jahr drei Kompetenzzentren in den drei Bundesländern eröffnet werden. Geplant sind sie im bayerischen Bad Neustadt, im thüringischen Geisa und in Hessen auf der Wasserkuppe im bisherigen Rhön-Info-Zentrum.

„Auf der Wasserkuppe soll es zu einem Modellprojekt kommen“, erklärt Bruno Günkel von der Wirtschaftsförderung des Landkreises. Denn dort sollen sich gemeinsam die Rhön GmbH und die neue Gesellschaft der Touristischen Arbeitsgemeinschaft Die Rhöner (TAG) präsentieren und für die Rhön werben. Jetzt müsse gemeinsam eine Strategie ausgearbeitet werden, wie beide Organisationen unter einem Dach zusammenarbeiten und Synergien erzielen können.

In der TAG sind die sechs hessischen Orte Tann, Hilders, Ehrenberg, Hofbieber, Gersfeld und Poppenhausen organisiert. Die TAG will sich im neuen Jahr neu aufstellen. Ein Geschäftsführer soll bis Mitte des Jahres gefunden werden und die Tourist-Infos in die Rechtsform einer GmbH überführt werden, die unabhängig von den Gemeinden sind. Die Aufgabe der Geschäftsführung ist unter anderem die Steuerung der Vertriebs- und Marketingaufgaben. Um diese Veränderungen zu finanzieren, ist ein Finanzrahmen von 250.000 bis 400.000 Euro notwendig. Dieses Geld sollte aus einer einheitlichen Tourismusabgabe kommen.

Günkel bewertet die Konzept-Vorstellung von Plöger als positiv. Es sei schwierig, alle drei Bundesländer zusammenzubringen, doch man sei auf einem guten Weg, sagt er.

Der Poppenhausener Bürgermeister Manfred Helfrich (CDU) als Sprecher der TAG sagte, man wolle gern zusammenarbeiten. Ziel sei ein einheitlicher Auftritt, von dem alle profitieren. / ic