„Schützt den Lebensraum!“ 120 Windkraftgegner demonstrieren in Fulda

11. September 2017
Fulda

Rund 120 Menschen haben sich am Samstagnachmittag an der Demonstration gegen Windkraft in Fulda beteiligt. Die Kundgebung wurde vom Regionalverband Vernunftkraft organisiert.

Ziel der Organisatoren war es, auf die Zerstörung der Natur durch die Windräder, aber auch auf die Subventionierung der Windkraft aufmerksam zu machen. Und so stand auf den Plakaten am Bahnhofsvorplatz „Schützt den Lebensraum von Pflanzen, Tieren und Menschen“ oder „Stoppt den Windkraft-Wahnsinn“.

Wie der aussieht, erklärte Rolf Zimmermann, Sprecher des Dachverbandes Gegenwind Naturpark Spessart: „Mit jeder Anlage im Wald wird 8000 Quadratmeter Landschaft zerstört.“ Darunter leide nicht nur die Tierwelt, sondern auch der Mensch durch die bis 240 Meter hohen Anlagen.

„Schützt den Lebensraum!“ 120 Windkraftgegner demonstrieren in Fulda

Zahlen müsse dafür der Stromkunde über das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG). Mario Klotzsche sprach von 25 Milliarden EEG-Kosten. „Das ist doppelt so viel Geld, wie in die Bildungspolitik fließt“, machte der FDP-Kreistagsabgeordneter klar.

Auf technische Probleme der Winderzeugung wies Dr. Detlef Ahlborn hin: Modernste Gas- und Dampfkraftwerke würden abgeschaltet, weil sich deren Betrieb wegen der hochsubventionierten Windenergie nicht mehr lohne. Bei starkem Wind müsse ein Drittel des gewonnen Windstroms zu niedrigsten Preisen exportiert werden. Er nannte dies „eine Energiepolitik aus dem Tollhaus“.

„Schützt den Lebensraum!“ 120 Windkraftgegner demonstrieren in Fulda

Rene Rock, Fraktionsvorsitzender der FDP im Hessischen Landtag, stellte fest, dass es nicht einzusehen sei, dass die Windkraft-Projektierer so stark subventioniert werden. 95 Prozent der Menschen in Deutschland müssten den Bau der Windkraftanlagen durch das EEG bezahlen, nur fünf Prozent profitierten davon. Er sagte, die FDP sei die einzige Partei, die gegen Windkraft sei.

Jörg Clar aus Traisbach, Sprecher der Vernunftkraft Osthessen, sagte. „Wir sehen unsere Aufgabe darin, den betroffenen Menschen vor Ort gegen Windkraftprojekte in ihrer Umgebung zu helfen.“ Aktuelles Beispiel ist die Bürgerinitiative Windstille Fuldaer Westen, die schon über 300 Mitglieder habe und sich gegen den Bau der Windräder im Gieseler Forst positioniert. / ic