Schwache Nachfrage: Fuldaer Store des Outdoor-Spezialisten Jack Wolfskin schließt

10 Dez 2014 / 14:58 H.

Der Kampf des Outdoor-Spezialisten Jack Wolfskin mit einer anhaltend schwachen Nachfrage nach wetterfester Bekleidung, Schuhen und Ausrüstung in Deutschland hat offenbar dazu geführt, dass das Geschäft in Fulda schließen muss. Der Räumungsverkauf läuft bereits seit Samstag, Anfang 2015 soll der Laden in der Karlstraße dann dicht gemacht werden.

Inhaber des Jack-Wolfskin-Stores in der Fuldaer Karlstraße ist Michael Metz. Er führt unter anderem auch ein Bekleidungsgeschäft für Frauen und Herren in Homberg/Ohm im Vogelsbergkreis. Bei dem Räumungsverkauf bietet das Geschäft nach eigenen Angaben um bis zu 70 Prozent reduziert an. Die Schließung hatte der Laden am Dienstag über seine Facebook-Seite verkündet.

Laut Metz soll Geschäft, dass seit dem 6. September 2012 existiert, Mitte Februar schließen. Es habe sich bereits seit seiner Eröffnung nicht rentiert, sodass jetzt die Reißleine gezogen werden müsse, erklärte Metz auf Nachfrage unserer Zeitung. In dem Store arbeiten derzeit zwei Vollzeitkräfte und eine Aushilfe.

Rätsel um Aussagen von Jack Wolfskin

Etwas undurchsichtig erscheinen angesichts der anvisierten Schließung die Auskünfte von dem Outdoor-Spezialisten selbst. "Wir stehen derzeit in intensiven Gesprächen mit unserem Franchisenehmer in Fulda", teilte Unternehmenssprecher Pit Rauert auf Nachfrage unserer Zeitung mit. "Zum Inhalt dieser Gespräche möchten wir zum jetzigen Zeitpunkt öffentlich nicht Stellung nehmen." Rauert bestätigte aber, dass der Store in Offenburg geschlossen wird.

Zuletzt war laut Jack-Wolfskin-Geschäftsführung der Umsatz im Geschäftsjahr 2012/13 um knapp acht Prozent auf 324 Millionen Euro zurückgegangen. Neben Deutschland als größtem Absatzmarkt habe auch das Geschäft in Österreich nachgegeben. Angaben zum Gewinn machte das Unternehmen aus dem hessischen Idstein (Rheingau-Taunus-Kreis) nicht.

Eigentlich optimistische Prognose

Jack Wolfskin gilt als einer der führenden Outdoor-Bekleidungshersteller in Europa. Auch im Vorjahr hatten Schwächen auf dem Heimatmarkt den Idsteinern einen Rückgang der Erlöse beschert. Für das Geschäftsjahr 2013/14 hatte sich der Manager eigentlich optimistisch gezeigt, den Umsatz wieder zu steigern.

In Großbritannien, Osteuropa und China ziehe das Geschäft deutlich an. Jack Wolfskin rechne auch mit einer Erholung des deutschen Marktes. Eine genaue Umsatzprognose hatte das Unternehmen nicht vorgelegt. Der Unternehmenschef hatte jedoch Anfang 2014 erklärt, der Outdoor-Spezialist wolle seinen Umsatzrekord von 355 Millionen Euro brechen.

Jack Wolfskin war im Jahr 2011 von den Eignern, Quadriga Capital und Barclays Private Equity, an die US-Beteiligungsgesellschaft Blackstone verkauft worden. Der Finanzinvestor hält alle Anteile. Konzernweit beschäftigte Jack Wolfskin zum Ende des Geschäftsjahres 2012/13 rund 700 Mitarbeiter (Vorjahr: 630). / sar, dpa

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