Skiliftbetreiber rüsten sich für den Winter: Vorbereitungen für Saison laufen

15. November 2017
Rhön

Der erste Schnee in den Bergen weckt bei Wintersportfans Hoffnungen. Wann können die Skier und Snowboards wieder ausgepackt werden? Noch ist es nicht so weit. Es ist zu warm. Der Schnee vom Sonntag ist wieder geschmolzen. Nichtsdestotrotz: Die Skiliftbetreiber rüsten sich.

Von Jessica Vey und Walter Kreuzer

„Wir stecken mitten in den Vorbereitungen“, erklärt Florian Heitmann, stellvertretender Leiter der Ski- und Rodelarena Wasserkuppe. Die Sommerrodelbahnen wurden abgedeckt, die Liftanlagen werden gewartet und die Skier im Verleih geschliffen.

Acht Zentimeter Schnee sind am Sonntag auf Hessens höchstem Berg gefallen. „Ein paar Kinder sind mit dem Schlitten die Piste heruntergerutscht. Aber der Boden ist noch zu warm. Der Schnee taut wieder“, sagt Heitmann.

Zum Skifahren braucht es eine feste Schneedecke von mindestens 20 Zentimetern. Künstlicher Schnee kann erst bei einer Temperatur von minus vier Grad produziert werden. Zwar wird es auf der Wasserkuppe laut Deutschem Wetterdienst in dieser Woche nachts leichten Frost geben, dies reicht jedoch noch nicht für die Beschneiung aus, vor allem weil tagsüber mit Plusgraden zu rechnen sei.

In der Rhön ist der erste Schnee in diesem Winter gefallen - und es bleibt weiter kalt

„Wir sind nun mal vom Wetter abhängig“, betont Heitmann. „Aber wenn es morgen 40 Zentimeter Neuschnee gäbe, könnten wir den Betrieb innerhalb von einem Tag starten. Wir sind bereit.“

Auch am Hoherodskopf im Vogelsberg ist am Wochenende der erste Schnee gefallen. Bis die Skifahrer dort auf ihre Kosten kommen, wird es noch etwas dauern. „Aber wir sind gerüstet“, betont Willi Zinnel, der für das Marketing der beiden Lifte am Hoherodskopf zuständig ist.

Noch vor zwei Wochen sei die Sommerrodelbahn in Betrieb gewesen. Nun heißt es, auf den ersten strengen Bodenfrost zu warten: „Der Boden muss 15 Zentimeter tief gefroren sein und wir brauchen eine Schneedecke von 20 bis 25 Zentimetern, um die Piste präparieren zu können.“ Ansonsten würde der Boden durch die Pistenraupe zu sehr verdichtet und der empfindliche Borstgrasrasen beschädigt.

Mehr über die Erneuerungen für die kommende Saison erfahren Sie in einem ausführlicheren Bericht in der Mittwochsausgabe der Fuldaer Zeitung und im E-Paper.