Soziale Menschenrechte: Hochschule Fulda startet mit Universität Kassel gemeinsames Promotionskolleg

18 oct 2016 / 16:29 H.
Fulda/Kassel

Ein kooperatives Promotionskolleg der Universität Kassel und der Hochschule Fulda erforscht die Umsetzung Sozialer Menschenrechte wie das Recht auf Bildung. Die Eröffnung des Promotionskollegs fand am Dienstag in Kassel statt, wie die Universität Kassel mitteilte.

Recht auf Arbeit, Recht auf Bildung, Recht auf Gesundheit: Seit 1966 hat die UNO soziale Menschenrechte in einem internationalen Pakt festgeschrieben. Aber selbst in vielen europäischen Ländern sind diese Menschenrechte nicht leicht durchzusetzen. Ein gemeinsames Promotionskolleg „Soziale Menschenrechte“ der Universität Kassel und der Hochschule Fulda erforscht nun ihre Rahmenbedingungen und Umsetzung.

Die beiden Hochschulen vergeben innerhalb des Forschungsverbunds Sozialrecht und Sozialpolitik (FOSS) seit dem 1. Oktober 2016 insgesamt zehn Promotionsstipendien für die Dauer von drei Jahren. Behandelt werden Fragen der Genese und Umsetzung sozialer Menschenrechte, der Begründung und Vermittlung, Internationalisierung und Universalisierung.

In diesem thematischen Rahmen soll den Stipendiaten eine qualitativ hochwertige Doktorandenausbildung gewährleistet werden. Von zentraler Bedeutung ist die interdisziplinäre Ausrichtung des Kollegs, in dem Wissenschaftler der Rechtswissenschaft, der Politikwissenschaft, der Philosophie, der Soziologie und der Ökonomie kooperieren.

Von den beiden beteiligten Hochschulen betreuen jeweils sechs Professoren aus unterschiedlichen Disziplinen die Promotion der Stipendiatinnen und Stipendiaten. „Ich freue mich, dass wir und die Hochschule Fulda mit diesem Promotionskolleg jungen Wissenschaftlern die Möglichkeit bieten können, interdisziplinär innerhalb eines großen Fächerspektrums und im Austausch mit Studierenden einer anderen Hochschule zu forschen“, erklärte dazu Dr. Ute Clement, Vizepräsidentin der Universität Kassel und zuständig für die Nachwuchsförderung.

Clement weiter: „Es ist Ausdruck der sehr guten Kooperation mit der Hochschule Fulda und ein Beleg für die Bedeutung der Nachwuchsförderung an der Uni Kassel.“ Prof. Dr. Karim Khakzar, Präsident der Hochschule Fulda, ergänzte: „Mit dem neuen Promotionskolleg für soziale Menschenrechte entsteht ein weiterer wichtiger Baustein in der Kooperation unserer beiden Hochschulen, der unsere bisherigen gemeinsamem Lehr- und Forschungsaktivitäten hervorragend ergänzt.“

Khakzar weiter: „Die neuen Promotionsmöglichkeiten in Zusammenarbeit mit der Universität Kassel befördern unsere Bemühungen der letzten Jahre, den Bereich der angewandten Forschung deutlich zu stärken.“

Insgesamt liegt das Budget für das Promotionskolleg den Angaben zufolge bei 580.000 Euro.

Von 2016 bis 2018 fördert das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (HMWK) das Kolleg über das Innovations- und Strukturentwicklungsbudgets mit 408.000 Euro. Diese Summe beinhaltet die Finanzierung von sechs Stipendien (jeweils drei Stipendien an jeder Hochschule) und einer Koordinationsstelle. Die Mittel werden in etwa anteilig an die Universität Kassel und die Hochschule Fulda vergeben. Der Rest sind Eigenmittel der beiden Hochschulen, aus denen jeweils zwei Stipendien gefördert werden. / FZ

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