Spannungsreiche Passagen und eindrucksvoller Klang: Jahreskonzert der Musikschule

16. November 2016
Fulda

Die Musikschule hat bei ihrem Jahreskonzert vielen Schülern die Möglichkeit geboten, ihr musikalisches Können im Fürstensaal unter Beweis zu stellen.

Nachfolgend lesen Sie eine Pressemitteilung der Stadt Fulda im Wortlaut:

Im Fürstensaal des Stadtschlosses veranstaltete die Musikschule der Stadt Fulda ihr traditionelles Jahreskonzert, das die stilistische Vielseitigkeit und die hohe Qualität der Ausbildung gleichermaßen unter Beweis stellte. Carsten Rupp führte mit kurzen, geschickt ausgewählten Kommentaren durch das Programm. So erfuhr das Publikum unter Anderem, dass viele der Mitwirkenden sich in der Vorbereitung auf den Wettbewerb „Jugend musiziert“ befinden.

Sophia Krödel (Klavier) eröffnete den Abend mit der Fantasie g-Moll von Georg Philipp Telemann, die sie mit differenzierter Artikulation und schönem Klang zu Gehör brachte. Konrad Wingenfeld (Violine) erfreute das Publikum mit dem festlichen ersten Satz des Concertinos G-Dur von Ferdinand Küchler, in dem auch lyrische Passagen nicht fehlen. Unterstützt wurde er von Marina Gajda am Klavier. Ein überzeugender Spannungsbogen vom melancholischen Beginn über den leidenschaftlichen Mittelteil bis zum resignierenden Schluss gelang Mike Risto (Klavier) im „Danza de la moza donosa“ von Alberto Ginastera.

Perfektes Zusammenspiel, eine bewegliche Bogentechnik und gute Intonation kennzeichneten das Spiel von Johannes Kollmann und Daniel Bretz im kurzweiligen Duo für zwei Violinen D-Dur von Ignaz Pleyel. Emely Koch (Klavier) gefiel in Präludium und Fuge D-Dur aus dem „Wohltemperierten Klavier I“ von Johann Sebastian Bach mit perlenden Läufen. Mit großem, niemals hart werdendem Klang spielte sie anschließend das Prelude cis-Moll op. 11 Nr. 10 von Alexander Skrjabin.

Selina Neuhaus bewies in der Fantasie C-Dur von Georg Philipp Telemann, dass der Klang einer Blockflöte den Fürstensaal füllen und das Publikum in Bann ziehen kann. Mit differenzierter Artikulation und agogischer Freiheit brachte sie das geistvolle Stück zu Gehör. Sarah Meyer (Violine) überzeugte im virtuosen „Allegro Brillant“ op. 19 von Willem Ten Have mit souveräner Bogentechnik und ausgereifter Klanggestaltung. Sie verstand sich bestens mit ihrer lebendig aufspielenden Klavierpartnerin Magdalena Ney. Rhythmisch zupackend und mit differenzierter Dynamik gestaltete Henning Weber (Klavier) den Kampf der Montagues und Capulets aus der Suite „Romeo und Julia“ von Sergej Prokofjew. Mit dem schwärmerischen Titel „The Shadow of Your Smile“ von Johnny Mandel aus dem Film „The Sandpiper“ entließ das Querflötenensemble „Top the Flute“ das Publikum in die Pause.

Lea Widmer (Marimba) eröffnete den zweiten Teil des Abends mit einer farbenreichen und spannenden Interpretation der „Story in Between“ von Michael Großmann. Weich und träumerisch erklang die beliebte Romanze e-Moll von Franz Liszt in der Interpretation von Tamina Pamir (Klavier). Perfekt im Zusammenspiel und mit ansteckender Musizierfreude gestalteten Hannah Kipp und Marius Lindenthal das Duett für zwei Celli in G-Dur von Joseph Haydn. Alina Kisner (Klavier) spürte jedem Detail des Intermezzos e-Moll op. 4 Nr. 2 von Robert Schumann nach. In ihrer klangschönen Interpretation kamen auch Nebenstimmen gebührend zur Geltung.

In der „Fantaisie brillante pour Flute et Piano“ von François Borne überzeugte Katharina Schaub (Querflöte) durch klare Artikulation in den Läufen und große Ruhe in den Kantilenen. Ihre souveräne Partnerin am Klavier war Magdalena Ney. Ein Höhepunkt des Abends war die Darbietung der „Etude d’exécution transcendante f-Moll“ von Franz Liszt durch Anton Löbens (Klavier). Wie selbstverständlich verfügte der Pianist über die virtuose Technik und fand zu einer spannungsvollen, eigenständigen Interpretation. Der Chor der Musikschule unter Leitung von Stephen Berg beschloss den Abend mit „Come Again“ von John Dowland, einem Volkslied aus den Ardennen und „Happy Together“ von The Turtles.