„Fußball ohne Grenzen 2.0“: Großes interkulturelles Turnier steigt am Samstag

08. Dezember 2017
Künzell

Am Samstag, 9. Dezember, heißt es in der Sportwelt Osthessen „Fußball ohne Grenzen 2.0“. Nach der Premiere 2016 richtet Perspektiva in der Soocer-Five-Halle zum zweiten Mal ein interkulturelles Fußball-Turnier aus.

Zu der Veranstaltung, die von der Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen, dem Landkreis und der Stadt Fulda sowie dem Malteser Hilfsdienst unterstützt wird, werden rund 120 Teilnehmer erwartet. Der Anstoß ist für 18 Uhr geplant, das Ende gegen 24 Uhr vorgesehen. Sie lesen nachfolgend eine Pressemitteilung des Landkreises Fulda im Wortlaut:

Bei der erstmaligen Austragung im vergangenen Jahr waren es 80 Teilnehmer. In diesem Jahr haben 16 Mannschaften mit jeweils fünf bis acht Spielern im Alter von 14 bis 27 Jahren gemeldet. Auf den zwei Spielfeldern sind pro Team vier Feldspieler und ein Torhüter im Einsatz. Gespielt wird in zwei Gruppen jeder gegen jeden, wobei sich die beiden Gruppenersten für die Halbfinalbegegnungen qualifizieren, aus denen wiederum die Finalteilnehmer ermittelt werden. Die Spieldauer beträgt jeweils acht Minuten. Für die siegreichen Mannschaften gibt es Pokale und Medaillen.

Organisator Jörg Meinhardt, der von Cora Hille unterstützt wurde, ist mit der Resonanz auf die Veranstaltung sehr zufrieden. Alle Startplätze seien bereits vergeben, die Wünsche von weiteren an einer Teilnahme interessierten Mannschaften hätten leider nicht berücksichtigt werden können. Hingegen seien die Zuschauerzahlen sicherlich steigerungsfähig, um für eine noch bessere Stimmung in der Halle zu sorgen. Im Übrigen stehe bei der Veranstaltung nicht allein der Fußball im Vordergrund, sondern es gehe auch und vor allem um den völkerverbindenden Charakter des Sports, der Grenzen überwinden könne.

Über Sieg und Niederlage entscheide nicht, aus welchem Land jemand komme oder welche Sprache er spreche, betont Meinhardt und verweist darauf, dass bei dem interkulturell ausgerichteten Turnier sehr viele verschiedene Nationalitäten und auch eine größere Anzahl von Flüchtlingen vertreten seien. Jede Mannschaft werde von einem erfahrenen Fußballspieler aus der Region als Mentor begleitet. Die Mentoren sollten unter anderem auf eine strikte Einhaltung des sportlichen Fairnessgedankens achten und ausgleichend auch angesichts der Altersunterschiede im Teilnehmerfeld wirken.

Nach Aussage des 53-Jährigen sei zu wünschen, dass bei der Veranstaltung verstärkt Trainer und Übungsleiter sowie Vereinsvertreter anwesend wären. Vielleicht könnten sie so auf das ein oder andere sportliche Talent oder potentielle neue Vereinsmitglieder aufmerksam werden.

Nach Mitteilung des Perspektiva-Geschäftsführers Michael Bien wird auch in diesem Jahr wieder ein Volleyball-Turnier für Frauen und Mädchen mit hoffentlich ebenfalls steigenden Teilnehmerzahlen stattfinden. Künftig solle es bei Perspektiva mit dem Fußball- und dem Volleyballturnier jährlich zwei besondere sportliche Events geben.