Ministerpräsident Bouffier fordert Nachweis, dass Suedlink überhaupt benötigt wird

11. Februar 2015
NEUHOF

Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat sich im Rahmen des kleinen Parteitags des CDU-Kreisverbandes in Neuhof klar zum Thema Suedlink geäußert. „Es muss nachgewiesen werden, dass die Leitung überhaupt gebraucht wird", sagte Bouffier.

Das geht aus einer Mitteilung von OB-Kandidat Dr. Heiko Wingenfeld vom Mittwoch hervor. „Wir werden es nicht mitmachen, eine ganze Region in Aufruhr zu bringen, solange nicht erwiesen ist, dass man diese Leitung überhaupt braucht", erklärte demnach der Ministerpräsident.

"Falls der Nachweis geführt wird, dass die Trasse gebraucht wird, müssen zunächst Alternativen, wie zum Beispiel die Trasse über Sachsen-Anhalt und Thüringen, geprüft werden. Die Argumentation von Tennet, dass die Trasse über Thüringen nicht in Betracht komme, weil sie 60 Kilometer länger sei, ist nicht akzeptabel."

Bouffier weiter: "Es kann nicht darum gehen, wie lange eine Leitung ist, sondern welche Hindernisse und Siedlungsräume auf dem Weg liegen. Denn je mehr man in stadtnahe Gebiete komme, desto mehr Erdverkabelung ist notwendig, was wiederum zu deutlich höheren Kosten führt." / FZ, sar