Total abgemagert: Tierschutzverein rettet Pony

01. Juni 2014
Fulda

Es konnte als Symbol für eine schwere Hungersnot oder eine schlimme Dürre hergenommen werden: Bereits im fünften Monat seines Bestehens ist der Tierschutzverein Rhönlicht mit einem ganz schlimmen Fall von Tierquälerei konfrontiert worden.

Es handelt sich um ein etwa 35 Jahre altes Pony, das zumindest in den letzten Monaten auf einer von Stacheldraht umzäunten Weide im Hünfelder Raum nur noch äußerst sporadisch mit Wasser und Futter versorgt worden ist. Das Tier ist deshalb bis auf die Knochen abgemagert und hat er einen sehr langen Schnabelhuf mit Fesselträgerschaden und riesige Hornspalten davongetragen. Durch den Stacheldraht ist der ganze Körper mit Verletzungen und Narben übersät.

“Für uns als jungen Tierschutzverein ist die Geschichte sehr erschütternd”, berichtet die Rhönlicht-Vorsitzende Nicole Schäfer. “Wir mussten erst überlegen, ob wir uns die Hilfe finanziell überhaupt leisten können. Aber schnell war klar, dass akuter Handlungsbedarf bestand und wir notfalls privat bezahlen.”

Schon seit längerem hatte der Verein immer wieder gehört, in welch jämmerlichem Zustand sich das Irish-Welsh-Pony doch befinde. Allerdings schlugen Bemühungen zunächst fehl, den Besitzer zu ermitteln. Bis sich das Veterinäramt einschaltete. Schnell war dann klar, dass der Besitzer eine Frau mit der Pflege beauftragt hatte, diese sich aber offensichtlich trotz Bezahlung fast nicht um das Pony kümmerte.

“Von Spaziergängern, die Mitleid hatten, hat das Pony mal ein bisschen trockenes Brot oder einen Eimer Wasser bekommen”, erklärt Schäfer. Der Umstand, dass das Tier Zahnprobleme hat und abgerissenes Gras nicht mehr schlucken kann, verschlimmerte das Problem noch. “Zudem ist es als Herdentier ganz allein gehalten worden.”

Geschockt und überrascht vom dramatischen Zustand seines Tieres, das er ursprünglich für seine Tochter angeschafft hatte, unterstützte der Besitzer schließlich den Transport in eine Rhönlicht-Pflegeeinrichtung in Hofaschenbach. Der Tierarzt überprüft jetzt, ob eine Stoffwechselkrankheit vorliegt, dann soll der Hufschmied kommen, und schließlich wird das Pony wohl eine Physiotherapie bekommen, um trotz Fesselträgerschaden laufen zu können.

“Obwohl die Menschen ihn wohl einfach vergessen haben, ist er ist ein ganz liebes und dem Menschen sehr zugetanes Tier, das sich sehr nach Aufmerksamkeit sehnt, die er nun endlich bekommt”, erläutert die Rhönlicht-Vorsitzende. “Um ihm wieder ein Leben ohne Hunger, Durst, Schmerzen und Leid zu schenken, kommen auf uns als Tierschutzverein hohe Tierarzt- und Hufschmiedkosten zu. Wir bitten deshalb dringend um Spenden. Bitte helfen Sie dem Tier noch ein paar lebenswerte Jahre zu schenken.”

Spenden bitte an:
Konto-Inhaber: Tierschutzverein Rhönlicht e.V.
Bank: Sparkasse Fulda
Kontonummer: 25004586
IBAN: DE485305 0180 0025 0045 86
BIC: HELADEF1FDS
Verwendungszweck: “Hilfe für Pony-Opa”