Trommeln, Reden und Parolen: „L14“ demonstriert für ihren Erhalt

29. Oktober 2016
Fulda

Lautstark, aber friedlich hat die Bürgerinitiative „L14“ am Samstag für den Erhalt der sozialen und kulturellen Projekte an der Langebrückenstraße demonstriert. Etwa 100 Personen nahmen teil.

Von unserem Redaktionsmitglied Sebastian Kircher

Im August wurde bekannt, dass die Unternehmer Burg/Geisendörfer das Areal gekauft haben. Seither haben Mieter und Nutzer die Sorge, „das Dach über dem Kopf zu verlieren“, wie BI-Sprecher Axel Braun auf dem Jesuitenplatz in Fulda sagte. In der „L14“ sind mehr als 20 verschiedene Gruppen aktiv, zum Beispiel das Café Panama oder das Kino35. Braun forderte, dass die historischen Sheddachhallen erhalten bleiben sollten: „In anderen Städten werden solche leerstehenden Industriegebäude von Künstlern genutzt.“

Die BI habe seit der Gründung im August viel erreicht, meinte Braun. Wöchentlich treffe sich die Gruppe, habe Gespräche mit OB und den Investoren geführt. „Es gibt keine verhärteten Fronten. Wir wollen positiv mitgestalten“, sagte Braun. Das unterstrich Co-Sprecherin Verena Schulenberg: „Wir stellen uns mit der Demo gegen niemanden, sondern sind offen für Gespräche.“ Sie erklärte, Fulda brauche Initiativen wie die „L14“, „weil wir für urbane Stadtkultur stehen“.

Etwa 100 Personen nahmen an der Kundgebung auf dem Jesuitenplatz teil. Auch Investor Martin Geisendörfer ließ sich kurz blicken. Die verschiedenen Projekte in der Langebrückenstraße 14 stellten sich in Ständen vor, es wurde getanzt, geklatscht, gesungen und getrommelt. Mit Sprüchen und Schildern wie „Vielfalt statt Vielfalt“ und „Lasst uns mitgestalten“ warb die BI für den Erhalt.