„Unsere Jahre – Unser Fulda“: Ehemalige Oberbürgermeister stellen gemeinsames Buch vor

01 Dez 2016 / 10:54 H.
Fulda

Geschichte in Geschichten gepackt – geschrieben von Autoren, die Stadtgeschichte geprägt haben: Das war die Idee zum Projekt „Unsere Jahre – Unser Fulda“. Aus den Kolumnen der ehemaligen Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Hamberger, Dr. Alois Rhiel und Gerhard Möller, die samstags in der Fuldaer Zeitung erschienen sind, ist nun ein Buch entstanden. Mittwochabend fand eine Lesung statt.

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Von unserem Redaktionmitglied Daniela Petersen

Mucksmäuschenstill ist es im vollbesetzen Fürstensaal, als Dr. Wolfgang Hamberger seinen Beitrag vorliest. Es geht um einen Besuch bei der Künstlerin Agnes Mann, kurz vor Weihnachten 1993. Hamberger trifft genau den richtigen Ton, erinnert sich detailliert an die Situation und beschreibt die betagte Frau sehr genau, mit viel Sympathie und Menschenkenntnis. Menschen beobachten, das liegt ihm. So ist es nicht verwunderlich, dass Begegnungen mit Menschen in seinen Kolumnen die Hauptrolle spielen.

Seine Nachfolger, Dr. Alois Rhiel und Gerhard Möller, sind anders an das Projekt herangegangen. Rhiel orientiert sich eher an der jeweiligen Jahreszeit. Auch besondere Bauten sind Themen in seinen Texten. So schreibt er lebhaft von der Weihnachtskrippe oder darüber, wie 2002 das alte Heertor versetzt wurde, um unter dem Busbahnhof ein Parkhaus zu bauen.

„Unsere Jahre – Unser Fulda“: Ehemalige Oberbürgermeister stellen gemeinsames Buch vor

Das Buch „Unsere Jahre – Unser Fulda“ / Foto: Ralph Leupolt

Gerhard Möller wählte die Themen vor allem danach aus, was für die Stadtgeschichte wichtig ist. In seiner Amtszeit war das zum Beispiel die Umgestaltung des Uniplatzes. Dass er auch humorvoll schreiben kann, zeigt der zweite Beitrag, den er bei der Lesung zum Besten gibt: eine Erzählung über einen Elefanten in der Stadt, Oleg Popov, der sich ins Gästebuch eintrug und eine Boaschlange, die sich Möller um den Hals legen sollte.

Bei der Lesung wird vor allem eines deutlich: All die Erzählungen, die die Autoren auf 224 Seiten zusammengeschrieben haben, sind ganz persönliche Erinnerungen, die so in keinem Geschichtsbuch zu finden sind. „So etwas ist sicher einmalig“, betont Chefredakteur Michael Tillmann, der zusammen mit Eike Zenner, stellvertretender Leiter der Lokalredaktion, die Idee zum Projekt hatte. Mit den drei ehemaligen Oberbürgermeistern seien tolle Mitstreiter gefunden worden, die mit Ernsthaftigkeit, akribisch genau und unentgeltlich zugunsten der FZ-Spendenaktion ans Werk gegangen seien, sagt Tillmann.

„Unsere Jahre – Unser Fulda“: Ehemalige Oberbürgermeister stellen gemeinsames Buch vor

Hamberger, Rhiel und Möller signierten geduldig. / Foto: Ralph Leupolt

„Für mich war das Schreiben auch ein Stück weit Therapie“, erklärt Möller. Kurz nachdem er das Amt an Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld abgegeben habe, seien die Texte entstanden. „Ich hatte den Vorteil, dass meine Amtszeit ja gerade erst vergangen war.“

Doch auch die anderen beiden hatten keine Schwierigkeiten, Themen zu finden: „Ich habe noch genügend Ideen, wenn Sie also noch ein zweites Buch auflegen möchten“, sagt Hamberger, der bereits 1998 im Buch „Mit meinen Augen“ von seiner Zeit als Oberbürgermeister von Fulda geschrieben hat.

Auch der amtierende Oberbürgermeister Wingenfeld freut sich über das Ergebnis: „Hier ist Fuldas Geschichte mal anders erzählt, jenseits der Aktenlage und der Berichterstattung. Es ist eine große Errungenschaft für uns alle, und die Lesung ist ein historischer Moment.“

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