Viele Fragen nach der Messerattacke: Somali schweigt zu Vorwurf

15. Februar 2018
Fulda

Nach der Messerattacke eines 23-Jährigen, der aus Somalia stammt und seit Dezember 2015 im Landkreis Fulda lebt, auf einen 39-Jährigen aus Fulda bleiben viele Fragen unbeantwortet.

Polizei und Staatsanwaltschaft hatten am Dienstag über den Angriff vom Samstagabend berichtet: Gegen 20.15 Uhr hatte der Somalier in der Löherstraße mit einem Messer in Richtung des Fuldaers gestochen (wir berichteten). Der Fuldaer flüchtete ins Lokal „Hendl Stub’n“.

Am Eingang kam es zu einer Rangelei. Dabei erlitt der Fuldaer eine Platzwunde am Kopf. Ansonsten blieb er unverletzt. Der Somali wurde festgenommen und kam wegen des Verdachts eines versuchten Totschlags in Untersuchungshaft.

Warum der Somali das Messer dabei hatte und aus welchem Grund er den 39-Jährigen plötzlich mit dem Messer angriff, blieb auch gestern unklar. Die Polizei berichtet, dass der Attacke ein Streit um eine Zigarette vorausgegangen war.

„Gegenüber dem Haftrichter hat sich der Beschuldigte nicht zu dem Vorwurf geäußert, er habe versucht, einen Menschen zu töten“, sagte Harry Wilke, Sprecher der Staatsanwaltschaft Fulda, am Mittwoch unserer Zeitung.

Offen ist auch, ob der Somali unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen stand. Bei dem Inhaftierten war nach der Festnahme eine Blutprobe entnommen worden. „Das Ergebnis liegt in der Regel nach ein bis zwei Wochen vor“, berichtete Wilke. / vn