Vier Nominierte aus der Region im Rennen um den Deutschen Engagementpreis

12. September 2017
Region

Die Interessengemeinschaft barrierefreies Fulda, der Förderverein Jugendmusiknetzwerk im Hessischen Kegelspiel mit dem Projekt „Winds, Strings & Voices“, der Förderkreis Hospiz Kinzigtal und der Kanu-Club-Fulda sind für den Deutschen Engagementpreis 2017 nominiert. Noch bis 20. Oktober findet die Abstimmung statt.

Ins Rennen um den Deutschen Engagementpreis kommt Bewegung. Bundesweit sind 685 herausragend engagierte Menschen und ihre Organisationen für den Dachpreis nominiert. Anfang September entscheidet eine hochkarätige Fachjury über die Preisträger in fünf Kategorien. (1. Engagement in den Bereichen Bildung, Jugendförderung, Sport, Weiterbildung, Mentoring, Integration, Flüchtlinge & Asyl, religiöse, 2. Engagement in den Bereichen Umwelt, Nachhaltigkeit, Natur, Denkmalschutz, Medizin, technische Hilfeleistung, Gesundheit, Prävention sowie (inter-) nationale Katastrophen- und Nothilfe, 3. Engagement in den Bereichen Generationen, Demografie, Alter und Hospiz, Pflege, Sorgende Gemeinschaften, 4. Engagement in den Bereichen Inklusion, Kultur, Völkerverständigung, Friedensarbeit und internationale Projekte, 5. Engagement in den Bereichen Demokratie, Menschenrechte, politisches Engagement, Partizipation, Engagementförderung und Beteiligungskultur.)

Für den Deutschen Engagementpreis konnten ausschließlich die Preisträger anderer Engagementpreise nominiert werden. Vorgeschlagen wurden die Nominierten von insgesamt 232 Ausrichtern von Preisen für bürgerschaftliches Engagement.

Initiator und Träger des seit 2009 vergebenen Deutschen Engagementpreises ist das Bündnis für Gemeinnützigkeit, ein Zusammenschluss der großen Dachverbände und unabhängigen Organisationen des Dritten Sektors sowie von Expertinnen und Experten. Förderer des Deutschen Engagementpreises sind das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die Generali Deutschland AG und die Deutsche Fernsehlotterie, Deutschlands traditionsreichste Soziallotterie.

Auch aus Osthessen und dem Kinzigtal sind insgesamt vier Preisträger nominiert, die ab dem 12. September ins Rennen um den Deutschen Engagementpreis gehen.

Neben den Preisträgern in den fünf Kategorien haben die anderen Nominierten die Chance auf den mit 10.000 Euro dotierten Publikumspreis. Seit Dienstag, 12. September, kann noch bis zum 20. Oktober unter deutscher-engagementpreis.de abgestimmt werden. Die Gewinnerinnen und Gewinner werden bei der festlichen Preisverleihung am 5. Dezember in Berlin bekannt gegeben – hoffentlich mit bekannten Gesichtern aus der Region. / lai


Die Nominierten aus Osthessen und dem Kinzigtal:

Vier Nominierte aus der Region im Rennen um den Deutschen Engagementpreis

Interessengemeinschaft barrierefreies Fulda / Foto: Verein

Die Interessengemeinschaft barrierefreies Fulda – ein Zusammenschluss von Menschen mit und Menschen ohne Behinderung – setzt sich mit verschiedenen Angeboten dafür ein, Fulda zu einer barrierefreien Stadt zu machen. Zudem werden Menschen mit Einschränkungen als selbstverständlicher Teil der Gesellschaft sichtbar gemacht. Zu den Projekten des Vereins zählen zum Beispiel die „Rolli-Challenge Fulda“, bei der Interessierte im Rollstuhl durch Fulda begleitet werden, Blindenführungen, deren Teilnehmende von Blinden mit Stock und Simulationsbrillen geführt werden oder die Beratung unterschiedlicher Institutionen zur Barrierefreiheit.


Vier Nominierte aus der Region im Rennen um den Deutschen Engagementpreis

Projekt Winds, Strings & Voices / Archivfoto: Marius Auth

Der Förderverein Jugendmusiknetzwerk im Hessischen Kegelspiel setzt sich dafür ein, dass musikalische Talente seiner ländlichen Region, nach dem Durchlaufen von nachhaltigen Ausbildungswegen ihre Fähigkeiten in vielfältigen und anspruchsvollen musikalischen Projekten und Konzerten anwenden können. Durch das Projekt Winds, Strings & Voices entstehen musikalische Impulse für die Entwicklung der Talente und für die vielen Vereine der Region. In sechs Phasen hat der Verein über die Jahre effiziente Konzepte und Arbeitsstrukturen entwickelt, die zu immer neuen Innovationen und Förderschwerpunkten führen. Das entstandene Netzwerk der jungen Talente im Alter zwischen 16 und 35 Jahren wird mehrmals jährlich zusammengeführt, auch wenn viele nicht mehr in der Region wohnen.


Vier Nominierte aus der Region im Rennen um den Deutschen Engagementpreis

Förderkreis Hospiz Kinzigtal / Foto: Förderkreis Hospiz Kinzigtal

Der Förderkreis Hospiz Kinzigtal wurde im Februar 2014 gegründet, um drei Ziele zu erreichen: Zum einen sollte ein Standort für ein stationäres Hospiz im Altkreis Gelnhausen gefunden werden. Das Hospiz sollte acht Plätze bieten. Man suchte darüber hinaus nach einem kompetenten, erfahrenen Betreiber des Hospizes und gründete eine gemeinnützige Betreibergesellschaft. Um diese Ziele zu erreichen, wurde für die Hospizbewegung durch diverse Veranstaltungen (Benefizkonzerte, Lesungen, Sportevents), kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit mit zahlreichen Veröffentlichungen und Kontaktaufnahmen in vielfältigen kommunalen und sozialen Bereichen, Unternehmen, Banken und Verbänden geworben. So konnte der Förderkreis in drei Jahren mehr als 300 eingeschriebene Mitglieder und zusätzlich mehr als 500 Spenderinnen und Spender sowie Unterstützerinnen und Unterstützer für seine Arbeit gewinnen, sodass am 27. Mai 2017 das Hospiz Kinzigtal offiziell eingeweiht wurde.


Vier Nominierte aus der Region im Rennen um den Deutschen Engagementpreis

Kanu-Club-Fulda / Archivfoto: Marius Auth

Der Kanu-Club-Fulda ist einer der ersten Vereine, die Inklusion als Satzungsziel aufgenommen haben. Dort trainieren Sportler mit und ohne Handicap. Der Verein ist weit über die Grenzen Hessens hinaus für seine vorbildliche Jugendarbeit, die Zusammenarbeit von Menschen mit und ohne Handicap, sein Naturschutzengagement und nicht zuletzt auch seine sportlichen Erfolge (zahlreiche Titel bei Welt- und Europameisterschaften, Special Olympics, Deutsche Meisterschaften) bekannt. Das soziale Engagement ist bereits durch viele Preise und Auszeichnungen gewürdigt worden. Anlässlich des 47. internationalen Wildwasser-Abfahrtsrennens auf der Fulda wurde 2017 erstmals ein gemeinsames Inklusions-Rahmenrennen durchgeführt.