Was steckte drin? Aufgebrochener Tresor aus Fulda gefischt

20. Juni 2017
Fulda

Offenbar viele Jahre hatte ein aufgebrochener Tresor in der Fulda gelegen. Am Freitag wurde er von Mitarbeitern der Feuerwehr aus dem Fluss geborgen. Die Kripo hofft, dass der Tresor noch einiges von seiner Geschichte verraten wird.

Das aktuelle Niedrigwasser der Fulda hat viele Folgen. Eine Folge ist, dass der Fluss jetzt Dinge erkennen lässt, die schon vor vielen Jahren in ihm versenkt wurden. An Fronleichnam bemerkte ein Spaziergänger einen würfelförmigen Gegenstand unterhalb der Hornungsbrücke in der Fulda.

Der Passant meldete sich am Freitag bei der Polizei, die am frühen Nachmittag mit einem Streifenwagen vorbeikam und den Fund bestätigte. Zwei Feuerwehrleute bargen den Gegenstand aus der Fulda – es handelt sich um einen Tresor. Mit einem Polizeifahrzeug wurde er ins Präsidium gebracht.

„Beamte der Kriminalpolizei werden den Fund jetzt genau unter die Lupe nehmen. Möglicherweise finden sie an dem Metallkörper Hinweise wie etwa eine Seriennummer, die ihnen hilft, die Herkunft zu klären“, sagte Freitagabend ein Sprecher der Polizei auf Anfrage unserer Zeitung.

Der Tresor war ganz offenkundig aufgeflext worden. Er ist stark von Rost angegriffen, was darauf schließen lässt, dass er schon einige Zeit in der Fulda gelegen hatte. Die Fundstelle direkt unter der Hornungsbrücke lässt vermuten, dass Täter den Tresor von seinem ursprünglichen Ort wegnahmen, ihn aufflexten und dann in die Fulda warfen – offensichtlich, um der Polizei keinen Ansatz für Ermittlungen zu geben.

Die Polizei hatte bereits 2007 und 2011 in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Fulda gestohlene Tresore aus dem Aueweiher geholt – nicht weit von der Fundstelle am Freitag entfernt. 2011 hatten geständige Täter die Polizei zu dem Fundort geführt. Im Dezember 2007 waren drei gleich Tresore aus dem Aueweiher geborgen worden. Zwei davon stammten von Aufbrüchen in eine Spielhalle und ein Schnellrestaurant in der Stadt Fulda. / vn