„Welcome In“ eröffnet Begegnungsraum in der Robert-Kircher-Straße 25

01. November 2016
Fulda

Nach Monaten der Planung ist es endlich so weit: Die Initiative „Welcome In“ hat Räumlichkeiten in der Robert-Kircher-Straße gefunden. Dort soll das „Wohnzimmer“ entstehen, ein Begegnungsraum für Flüchtlinge und Einheimische.

Von unserer Mitarbeiterin Nathalie Kohlert

Das „Wohnzimmer“: Ein Begegnungsraum zentral in Fulda, in dem sich Geflüchtete und Einheimische in ungezwungener Atmosphäre kennenlernen, austauschen und Freundschaften schließen können. So die Idee von rund 30 Ehrenamtlichen der Initiative „Welcome In“. Seit einem Jahr arbeiten sie gemeinsam mit Flüchtlingen intensiv an deren Umsetzung.

Nun ist es endlich so weit: Die Initiative hat Räume in der Robert-Kircher-Straße gefunden. Eröffnen wollen sie den Begegnungsraum voraussichtlich im Januar 2017. Neben vielfältigen kulturellen Events wie gemeinsame Kochabende, Livemusik oder Podiumsdiskussionen sollen im „Wohnzimmer“ in Zukunft auch die Angebote von „Welcome In“ stattfinden.

„Welcome In“ eröffnet Begegnungsraum in der Robert-Kircher-Straße 25

So zum Beispiel Deutschkurse, der Kaffeetreff, das Frauenprojekt oder Asylberatung. Auch die AWO wird mit ins „Wohnzimmer“ einziehen, um dort unter anderem ihr Patenschaftsprojekt fortzuführen. Wichtig ist den Ehrenamtlichen dabei, dass das „Wohnzimmer“ ein Ort ohne Rassismus, Vorurteile und Ausgrenzung ist, an dem sich jeder wohl und willkommen fühlt.

Wer sich gern selbst einen Eindruck vom „Welcome In – Wohnzimmer“-Team verschaffen möchte kann an der „Wohnzimmer Soli-Party Volume 2“ am Donnerstag, 10. November, im Kulturkeller Fulda teilnehmen oder voraussichtlich ab Januar dem „Wohnzimmer“ in der Robert-Kircher-Straße 25 einen Besuch abstatten. Mehr Informationen gibt es im Internet unter wohnzimmer-fulda.de.

„Welcome In“ eröffnet Begegnungsraum in der Robert-Kircher-Straße 25

Der Grüne Stadtverordnete Ralf Zwengel gratulierte der Initiative zu dem Abschluss des Mietvertrages für ihr „Wohnzimmer“. Im Oktober hatte nach Angaben der Partie die Grüne Bundestagsabgeordnete Kordula Schulz-Asche, Fraktionssprecherin für Prävention und Gesundheitswirtschaft sowie Sprecherin für Bürgerschaftliches Engagement, sich bei einem Besuch in Fulda mit Projektkoordinator Jochen Schiersch und weiteren Mitgliedern der Initiative getroffen und sich über die Idee des Wohnzimmers informiert.

„Ich halte das Wohnzimmer für ein sehr, sehr gutes Projekt und glaube, dass das Zusammenleben nur funktionieren kann, wenn man auch Räume dafür hat. Menschen müssen sich kennenlernen und sich dabei wohlfühlen. Schon der Name ‚Wohnzimmer‘ zeigt, dass der Ansatz richtig ist“, sagte Schulz-Asche. Zugleich machte sie deutlich, dass die Gruppe weitere Unterstützung erhalten sollte.

„Alle Verantwortlichen sind gefordert, dieses sehr gute Projekt zu unterstützen.“ Nun, da ein Raum gefunden sei, müsse vor allem die im März 2017 auslaufenden Stelle des Projektkoordinators verlängert und möglichst aufgestockt werden. Die Fuldaer Grünen engagieren sich nach eigenen Angaben seit einigen Monaten auch finanziell bei „Welcom In“. Ralf Zwengel sicherte der Initiative weiterhin die Unterstützung des Kreisverbandes der Partei zu.