Widerstand gegen geplante Windkraftflächen im Kreis Fulda ebbt nicht ab

Widerstand gegen geplante Windkraftflächen im Kreis Fulda ebbt nicht ab

04. Juli 2013
Kreis Fulda

Die geplante Ausweisung von Windkraftflächen bleibt brennendes Thema im Kreis Fulda. Mehrere Tausend Bürger aus dem Kreis wenden sich mit Einwendungen an das Regierungspräsidium (RP) Kassel. Landrat Bernd Woide (CDU) trifft sich heute mit Vertretern von Bürgerinitiativen.

Im RP sind knapp 15 000 Stellungnahmen von Bürgern des Regierungsbezirks zu den Windplänen der Behörde eingegangen. Mehr als die Hälfte der Einwendungen stammt aus dem Kreis Fulda. Allein aus den Bereichen Dammersbach und Marbach, Ebersburg und Eichenzell sowie Burghaun kommen jeweils mehr als 1000 schriftliche Proteste.

"Die Vielzahl der Einwendungen überrascht nicht. Insbesondere im Landkreis Fulda, der bisher 'windkraftfrei' war, kommt es nach dem Plan zu einer deutlichen Massierung geplanter Vorranggebieten in der Nähe von Orten", sagt RP-Sprecher Michael Conrad. "Viele Einwender befürchten nicht wiedergutzumachende Zerstörungen, viele fühlen sich von den Planungen überrollt und bevormundet", berichtet er.

Die Regionalplanung wolle in "Sichtfeldstudien und Visualisierungen", also einer Art Fotomontage, ermitteln, wo die Beeinträchtigungen für einzelne Orte tatsächlich unverhältnismäßig groß seien. Die Ergebnisse gehen in die Überarbeitung des Regionalplans ein. Die erste öffentliche Sitzung des Haupt- und Planungsausschusses der Regionalversammlung werde erst im Oktober stattfinden – nach der Bundes- und Landtagswahl.

Die Regionalplanung werde auch mit betroffenen Kommunen und Kreisen das Gespräch suchen und Lösungen erörtern. Der überarbeitete Plan werde Anfang 2014 öffentlich ausgelegt, erklärt Conrad.

Landrat Woide trifft heute Abend Vertreter osthessischer Anti-Windkraft-Initiativen. "Ich möchte die Akteure und jeweiligen Positionen näher kennenlernen", sagt er. Woide wird auch die Möglichkeiten der Politik aufzeigen. Das Treffen ist nicht öffentlich.

Beim RP gingen zu diesen geplanten Standorten viele Einwendungen ein:

Dammersb./Marb.: 2500

Ebersb./Eichenzell: 2000

Burghaun: 1500

Hofbieber/Dipperz: 800

Eiterfeld: 400

Kalbach: 200