Wie viele Vögel sind noch da? Nabu ruft zur Zählung auf

03. Januar 2018
Region

Finden Meisenknödel und Sonnenblumenkerne gefiederte Abnehmer? Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) ruft die Menschen in Deutschland wieder zum Vögel-Beobachten auf.

Bei der jährlichen Aktion „Stunde der Wintervögel“ sind Interessierte aufgerufen, zwischen dem 5. und 7. Januar eine Stunde lang Vögel am Vogelhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen und die vorkommenden Arten beim Nabu zu melden.

Das geht über das Internet bis einschließlich 16. Januar oder telefonisch unter der kostenlosen Rufnummer 0800 1157 115 am 6. und 7. Januar jeweils von 10 bis 18 Uhr.

Wie der Nabu mitteilte, beteiligten sich im vergangenen Jahr deutschlandweit mehr als 120.000 Menschen an der Aktion. Hessenweit waren es 9537, im Kreis Fulda 357 Menschen, die den Nabu unterstützten.

Sie sichteten allerdings im Vergleich zu früheren Jahren insgesamt deutlich weniger Individuen. Als eine Ursache wird das Nahrungsangebot im Ausland angenommen. „Vermutlich gab es in Polen, dem Baltikum und Russland im vergangenen Winter so viel zu fressen, dass Vögel, die sonst zu uns kommen, dort überwintert haben“, erklärte Nabu-Experte Marius Adrion.

In diesem Jahr deutet sich laut Nabu bislang an, dass wieder mehr Vögel aus Nordosteuropa in Deutschland überwintern, zum Beispiel Fichtenkreuzschnäbel. Damit auch Laien die Arten erkennen können, bietet der Nabu unter anderem auf seiner Internetseite entsprechende Informationen. Der Spatz gehört traditionell zu den am häufigsten gesichteten Vögeln. / dpa, jos