Wiesn setzt auf Altbewährtes: Wilderer bringen das Festzelt zum Kochen (mit Video)

09. September 2017
Fulda

Die Wilderer und die Fuldaer Wiesn – das passt einfach. Wie die vergangenen Jahre auch sorgten die Männer aus dem Bayerischen Wald für fulminante Stimmung am Samstagabend.

Von unserem Redaktionsmitglied Corinna Hiss

Das Wetter und die Laune im Wiesn-Festzelt hätten am Samstagabend nicht gegensätzlicher sein können. Während es draußen nass, trüb und kalt war, war dank der Wilderer die Temperatur bei den Feiernden schnell am Siedepunkt angelangt.

Die Männerkombo zeigte, dass sie Wiesnprofis sind und hauten gleich zu Beginn einen Hit nach dem anderen heraus. „Reiß die Hütte ab!“ nahmen viele fast wörtlich und stürmten die Tanzfläche oder die Bierbänke, während andere es sich noch bei einem guten Schluck Mönchshof, Hendl, Haxe oder Wiesn-Bratwürsten schmecken ließen.

Die Meister am Akkordeon verstanden es, einen gelungen Mix zu präsentieren: Zu „Aber bitte mit Sahne“ wurde geschunkelt, zu „Zicke Zacke“ mitgegröhlt und zu „Ein Hoch auf uns“ das Tanzbein geschwungen. An diesem Abend war überhaupt für jeden etwas dabei. Festzelt-Gassenhauer wurden ebenso interpretiert wie Rock’ n’ Roll, Country oder aktuelle Charthits.

Spätestens nach der ersten Pause nach gut einer Stunde, als die meisten fertig gegessen hatten, war auch die letzte Bierbank gestürmt und auf der Tanzfläche gaben die Paare Foxtrott und Co. zum Besten.

Gänsehautmomente gab es, als die Wilderer eine ganz eigene Version von „Die immer lacht“ spielten.

Dann aber wurde es wild: Zum „Bobfahrerlied“ setzten sich die Jungs und Madln auf den Holzboden und reckten die Hände nach rechts und links. Andere starteten die bereits zweite Polonaise an dem Abend.

Selbst Wilderer-Chef Christian Jakob war restlos begeistert. „I love you Fulda!“, rief er völlig von den Socken.

2018 feiert die Band 30-jähriges Bestehen und ist sich jetzt schon sicher: Das wird auch auf der Fuldaer Wiesn gebürtig gefeiert.

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