Windkraftgegner von Traisbach und Dammersbach lassen nicht locker

09. Oktober 2015
Hünfeld/Hofbieber

Der Verwaltungsgerichtshof hat die Rodungsarbeiten für drei geplante Windräder auf der Rotlöwenkuppe zwischen Traisbach und Dammersbach nicht gestoppt. Die Naturschützer lassen aber nicht locker. Sie rufen an diesem Sonntag zum Protesttreffen in Dammersbach auf.

Von unserem Redaktionsmitglied Volker Nies

„Wir müssen den Investoren, dem Gericht und der Öffentlichkeit klar machen, dass wir weiter entschlossen sind, die geplanten Windräder zu verhindern – weil wir hier an der Rotlöwenkuppe ein ganz besonders schützenswerte Natur haben“, sagt Siegfried Bug, Ortsvorsteher von Dammersbach und Sprecher der örtlichen Bürgerinitiative. Mit dem Ortsbeirat ruft er für Sonntag um 11 Uhr zu einer Versammlung auf.

Ab 11 Uhr informiert Ortsvorsteher Siegfried Bug im Bürgerhaus Dammersbach (Zur Trift 4) über die jüngste juristische Entwicklung. Ab 11.30 Uhr wollen sich die Bürger im Wald die Schäden durch die Abholzung ansehen.

Der 9. Senat des Verwaltungsgerichtshofs hatte den Antrag der Naturschützer auf einen weiteren Zwischenstopp für die Bauarbeiten ablehnt. Das Eilverfahren vor dem Verwaltungsgerichtshof über die grundsätzliche Richtigkeit der Baugenehmigung für die drei Windräder läuft indessen weiter. Zehn Tage haben die Beteiligten noch Zeit, Stellungnahmen vor Gericht abzugeben. Wann der Senat dann entscheidet, ist offen. Er dürfte aber in jedem Fall entscheiden, bevor 2016 die Montage der Windräder beginnen soll. Der Kläger, die Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz, verweist auf eine Vielzahl besonders geschützter Tiere, die in dem betroffenen Windkraft-Bereich leben.

Womit das Gericht seinen Beschluss begründet und worüber das Regierungspräsidium Kassel jetzt berät, lesen Sie am Samstag in der gedruckten Ausgabe oder im E-Paper.