Erste Planskizze veröffentlicht: Wohnbauten statt Kleingärten neben dem Esperanto

10. Januar 2017
Fulda

Noch ist das Areal zwischen dem Hotel- und Kongresszentrum Esperanto und Zieherser Weg/Baugulfstraße an den Kleingärtnerverein Waidesgrund verpachtet. Doch der Magistrat hat statt gepflegter Grünanlagen gut angebundenen Wohnraum vor Augen. Sowohl dafür, als auch für mehr Parkplätze auf der Ochsenwiese, soll ein Konzept erarbeitet werden. Das stellte die Stadt am heutigen Mittwochabend vor.

Update, 11. Januar, 20.35 Uhr:

So sieht eine erste Planskizze für das Areal aus: Entlang der Magdeburger Straße soll auf der Ochsenwiese ein langgezogenes Parkhaus gebaut werden. Der Bereich der seitherigen Kleingartenanlage ist in erster Linie für den sozialen Wohnungsbau vorgesehen, von etwa drei Hektar spricht die Stadt. Inwieweit Flächen – oder gar zusätzliche Hallen – für Kongresse und Messen geschaffen werden, steht noch nicht fest.

Unbenannt
Grafik: Stadt Fulda


Laut einer Pressemitteilung des Magistrats der Stadt Fulda soll geprüft werden, ob für die verpachteten Flächen in Kombination mit der Ochsenwiese und Esperanto ein Gesamtkonzept aus Wohnen, Parken, Kultur, Messe und Kongressen erstellt werden kann.

Eine Gesamtfläche von rund 6,5 Hektar in unmittelbarer Nähe zu Innenstadt und Bahnhof würden dann für ein neues Nutzungskonzept zur Verfügung stehen.


Gestaltungsmöglichkeiten werden geprüft

„Das Entwicklungspotential, das dieses Areal für die Stadt insgesamt bietet, ist enorm“, begründet Oberbürgermeister Dr. Wingenfeld die neue Initiative.

Im Rahmen eines wettbewerblichen Verfahrens solle laut Magistrat nun zunächst ermittelt werden, welche Gestaltungsmöglichkeiten für das Gebiet bestehen. Der Schwerpunkt: Innerstädtischer Wohnraum, außerdem Flächen für Kulturveranstaltungen, Kongresse, Messen und Parkplätze. Das Nutzungskonzept soll eng mit dem benachbarten Kongress- und Kulturzentrum Esperanto erarbeitet werden.

Gebiet hat „ideale Voraussetzungen“

Laut dem Magistrat bietet das Areal „ideale Voraussetzungen für die geplante Nutzungsmischung“. Wingenfeld erklärt: „Die bestehende Infrastruktur gewährleistet für die Bewohner sowie Hotel- und Kongressgäste eine Versorgung mit allen Gütern und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs. Berufspendler sowie Kongress- und Messegäste können darüber hinaus den Bahnhof fußläufig erreichen. Das ist ein wesentlicher Standortvorteil.“

Sollte es möglich sein, Wohnraum und Parkplätze in Bahnhofs-, Hotel- und Innenstadtnähe zu schaffen, bedeute dies laut Wingenfeld eine „erhebliche Attraktivitätssteigerung für unsere Stadt. Und zwar über unterschiedliche Zielgruppen hinweg.“

Für Wohnraum und Parkflächen ist jeweils ein eigener Bebauungsplan notwendig, die Verfahren sind also unabhängig voneinander.

Neues Parkhaus auf der Ochsenwiese

Sollte ein neuer Bebauungsplan für den Bereich der Ochsenwiese geschaffen werden, könnten die Arbeiten an einem neuen Parkhaus bereits bald beginnen: Die finanziellen Mittel dafür seien im Haushalt der Jahre 2017/18 bereits eingeplant. Insgesamt könnten dann geschätzt 700 zusätzliche Parkplätze entstehen. Aktuell gibt es auf der Ochsenweise 500 und im bereits bestehenden Parkhaus 300 Plätze.

Trotz der Maßnahmen soll das traditionelle Schützenfest aber weiterhin auf der Ochsenwiese stattfinden können.

Wohnraum in der Kleingartenanlage

Erste Maßnahmen für die neue Nutzung des noch an den Kleingärtnervereins Waidesgrund verpachteten Gebiets könnten laut Magistrat 2019 starten. Vorausgesetzt, die Stadtverordnetenversammlung hat bis dahin einen neuen Bebauungsplan beschlossen.

Weiter schreibt der Magistrat, dass es bereits erste, konstruktive Gespräche mit dem Kleingärtnerverein Waidesgrund gegeben hätte: Alle der etwa 110 Pächterinnen und Pächter würden entsprechend gesetzlicher Regelungen Entschädigungszahlungen oder Ersatzflächen in anderen städtischen Kleingärten erhalten. / lua

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