Zukunft der Coty-Immobilie weiter offen – Martin: „Mein Angebot steht“

03. Januar 2018
Hünfeld

Coty wird seine Produktion in Hünfeld in der zweiten Jahreshälfte 2018 unwiderruflich schließen. Seit November ist klar: Für die betroffenen 345 Mitarbeiter gibt es einen Sozialplan. Doch was aus der Produktionsstätte werden soll, ist auch zum Jahreswechsel weiter vollkommen offen.

Von unserem Redaktionsmitglied Volker Nies

Der Bad Salzschlirfer Unternehmer Marc Martin hatte Coty im August angeboten, die Produktionsanlagen zu kaufen und 280 Mitarbeiter zu übernehmen. Aber zu ernsthaften Gesprächen zwischen Coty und Martin kam es nicht. Stattdessen verhandelte Coty mit dem Betriebsrat über die Umstände einer Schließung der Produktion. Im November stand der Sozialplan für 345 Mitarbeiter. Dem Salzschlirfer Unternehmer erklärte die US-Firma, sie werde sich wieder melden, wenn es um die Nutzung der Immobilie gehe.

Jahresrückblick 2017: Coty verkündet Standort-Schließung in Hünfeld im kommenden Jahr

Die Überlegungen, was aus dem Standort werden soll, hat Coty an ein anderes Unternehmen abgetreten. „Coty wird sich weiter dafür einsetzen, zusätzliche Optionen für den Standort in Hünfeld zu erschließen. Dazu wurde ein Unternehmen engagiert, das die Einholung und Evaluation von Investorenangeboten in einem standardisierten Verfahren durchführt“, teilt eine Firmensprecherin mit. „Das beauftragte Unternehmen hat seine Arbeit für Coty begonnen.“

Marc Martin stellt heraus, dass sein Angebot stehe: „Ich möchte den Standort übernehmen – auch ohne Produktionsaufträge und ohne Mitarbeiter – und bin weiter zu Gesprächen bereit.“ Coty und das von ihm beauftragte Unternehmen hätten ihn aber bislang noch nicht kontaktiert. Coty erklärt dazu: „Die Inhalte dieses Prozesses unterliegen der betrieblichen Vertraulichkeit. Zu Investoren und Konzepten geben wir daher keine Auskunft.“

Martin sagt, er habe Geduld. „Wenn Coty die Produktion im Spätsommer räumen will, wäre es ungewöhnlich, wenn die Immobilie jetzt schon verkauft würde. Deshalb ist der jetzige Verhandlungsstand im Rahmen des Erwartbaren.“

Einen ausführlicheren Bericht mit Statement des Hünfelder Bürgermeisters Stefan Schwenk (CDU) lesen Sie in der Mittwochsausgabe der Fuldaer Zeitung und im E-Paper.