Ehefrau angezündet: Angeklagter schweigt zu Mord-Vorwürfen

07. November 2017
Hanau

Ein ehemaliger Rechtsanwalt soll in Hanau seine Ehefrau mit Spiritus übergossen und angezündet haben. Zum Auftakt des Mordprozesses gegen ihn machte er am Dienstagmorgen vor dem Landgericht Hanau keine Angaben zu dem Fall. Die 52-Jährige starb später an den schweren Brandverletzungen.

Der Mann (48) soll seine Frau am 20. März in der gemeinsamen Wohnung erst verprügelt, dann mit Spiritus übergossen und angezündet haben. Sie starb am 29. März in einem Krankenhaus. Der Angeklagte bestritt die Tat in Vernehmungen vor dem Prozess.

Auf die Frage des Gerichts, ob er sich äußern wolle, schüttelte er am Dienstagmorgen wortlos den Kopf. Er reagierte auf das große Medieninteresse beim Prozess-Auftakt mit demonstrativer Gelassenheit.

Laut Gericht soll der Angeklagte schon früher gewalttätig gegen seine Ehefrau geworden sein. Der Jurist hat seine Zulassung als Rechtsanwalt bereits vor Jahren verloren. Er ist den Angaben zufolge bereits strafrechtlich in Erscheinung getreten. / dpa

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