Einbruch oder Europacup? Eintracht startet in die Rückrunde

13. Januar 2018
Frankfurt

Mit einem Heimspiel gegen den SC Freiburg beginnt für Eintracht Frankfurt an diesem Samstag die Bundesliga-Rückrunde. Die Ausgangsposition lässt die Fans träumen und Trainer Kovac warnen.

Zwei Punkte Rückstand auf einen Europa-League-Platz. Elf Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge. Das ist die komfortable Ausgangsposition, aus der heraus Eintracht Frankfurt an diesem Samstag mit einem Heimspiel gegen den SC Freiburg in die Rückrunde der Fußball-Bundesliga startet.

Viele Fans träumen bei dieser Aussicht von einer Rückkehr in den Europacup. Trainer Niko Kovac dagegen schaut in der Tabelle nach wie vor zuerst nach unten. „Wir wollen die gute Hinrunde, die wir hatten, bestätigen. Wir wollen aber vor allem schnell die Punkte holen, die wir brauchen, um eine ruhige Saison zu spielen“, sagte er am Freitag. „Und wenn dann noch etwas Zeit bleibt, wollen wir gern die Punkte holen, die jetzt noch in einem stillen Kämmerlein schlummern.“

Soweit, dass er ernsthaft einen Einbruch wie in der Rückrunde der vergangenen Saison befürchtet, reicht Kovac’ Skepsis allerdings nicht. „Die Mannschaft ist gefestigter als im letzten Jahr“, sagte er. „Wir haben eine sehr breit aufgestellte Mannschaft. Wir werden eine fußballerisch bessere Rückrunde spielen als im letzten Jahr.“

Vor allem die personellen Vorzeichen sind bei der Eintracht deutlich besser als noch im Januar 2017. Damals verletzte sich ein Leistungsträger nach dem anderen. Diesmal ist es genau umgekehrt.

Omar Mascarell dürfte am Samstag gegen Freiburg sein erstes Bundesliga-Spiel in dieser Saison bestreiten. Fast neun Monate hatte der Spanier wegen einer Achillessehnen-Verletzung gefehlt. „Er ist fit. Er wird keine Probleme mehr haben“, sagte Kovac.

Ganz so weit ist Marco Fabian nach seiner Bandscheiben-Operation noch nicht. „Er denkt, wenn er zu 100 Prozent gesund ist, ist er auch zu 100 Prozent fit. Dem ist aber nicht so“, sagte der Trainer über seinen spielstarken Mexikaner. „Er brennt. Wir hätten ihn auch lieber schon gestern wieder dabei gehabt. Er braucht aber noch etwas Zeit. Wir wollen ihn in den nächsten zwei, drei Woche so aufpäppeln, dass wir ihn ab dem 1. Februar wieder zur Verfügung haben.“

Bis dahin sollen auch David Abraham in der Abwehr und Ante Rebic im Angriff wieder fit sein. Der eine hat noch immer Wadenprobleme, den anderen bremsen die Folgen einer schweren Erkältung. Zumindest gegen Freiburg dürften beide „noch keine Alternative sein“, sagte Kovac.

Dennoch ist sich der Frankfurter Trainer sicher: „Wir sind gewappnet für das Spiel. Wir haben die kurze Vorbereitungszeit sehr gut genutzt. Körperlich sind wir auf einem sehr guten Niveau. Technisch und taktisch haben wir auch einen Schritt nach vorn gemacht.“

Vor dem Gegner aus Freiburg hat Kovac allerdings großen Respekt. Und dass nicht nur, weil der Sport-Club drei der vergangenen fünf Duelle in der Commerzbank Arena gewann. „Freiburg ist ein sehr unbequemer Gegner, der zum Ende der Hinrunde sehr große Fortschritte gemacht und viele Punkte geholt hat“, sagte er. Besonders beeindruckt ist Kovac von seinem Trainerkollegen Streich. „Ich kann nur in Superlativen über Christian sprechen“, sagte er. „Was er in Freiburg leistet, ist für mich in der Bundesliga einzigartig. Für mich ist er der Trainer, der in der Bundesliga am meisten erreicht. Wenn man sieht, wie viele Abgänge er immer ersetzen muss, dass ihm jedes Jahr zwei, drei wichtige Spieler aus den Rippen geschnitten werden.“ / dpa