Hessische Weihnachtsmärkte ziehen gemischte Zwischenbilanz: Fulda hat Grund zur Freude

21. Dezember 2017
Fulda/Wiesbaden

Bald ist es wieder vorbei mit Glühwein und heißen Maronen. Klar ist schon jetzt: Nicht alle Weihnachtsmärkte in Hessen ziehen eine positive Bilanz – Fulda aber schon. Anders als in den größeren Städten wurde hier nicht über das schlechte Wetter geklagt.

Wenige Tage vor den Feiertagen haben die Veranstalter von Weihnachtsmärkten in Hessen gänzlich unterschiedliche Zwischenbilanzen gezogen. Während Frankfurt und Wiesbaden ein Besucherminus hinnehmen mussten, freuen sich die Märkte in Darmstadt, Fulda und Kassel über gute Geschäfte, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab.

Frankfurt erwartet demnach in diesem Winter einen Umsatzrückgang von 20 Prozent. Wie die Tourismus und Congress GmbH auf Anfrage mitteilte, dürften die Besucherzahlen am Ende wohl bei 2,6 Millionen liegen. Üblich seien um die drei Millionen Besucher.

Der Rückgang sei darauf zurückzuführen, dass der Markt in diesem Jahr eine Woche kürzer sei als sonst. Er hatte erst nach dem Totensonntag am 26. November geöffnet. So war es auch in der Landeshauptstadt Wiesbaden. Ob und wie sehr der Umsatz dort am Ende gesunken ist, lässt sich nach Angaben der Wiesbaden Marketing GmbH noch nicht sagen. Ein Vergleich mit dem Vorjahr sei aufgrund der kürzeren Adentszeit aber ohnehin kaum möglich.

Von guten Geschäften berichten indes die Märkte in Darmstadt, Fulda und Kassel. In Kassel wird der Markt sogar nach Weihnachten noch einmal für vier Tage geöffnet. In Darmstadt und Fulda hatten die Buden schon vor dem Totensonntag geöffnet. Bilanz: Dort wird anders als in Frankfurt und Wiesbaden nicht über das schlechte Wetter geklagt.

Abseits der Geschäftszahlen sind auf vielen Märkten im Land Wildpinkler ein Thema. Wie die Veranstalter mitteilten, gebe es aber nicht mehr Fälle als in vergangenen Jahren. In Fulda musste nach Angaben des Stadtmarketings ein Toilettencontainer nachbestellt werden.

Gut angenommen sind der Umfrage zufolge bei den Besuchern die verschärften Sicherheitskonzepte. Die Polizeipräsenz werde als angenehm und positiv empfunden, heißt es zum Beispiel aus Frankfurt. / dpa