15 Windräder in Buchenau: SynEnergie und AboWind versprechen minimale Eingriffe in Landschaft

20. Januar 2015
Eiterfeld

Die Vorhaben von SynEnergie und AboWind, in Buchenau 15 Windkraftanlagen zu errichten, geht in die Genehmigungsphase. Während der dreieinhalbstündigen Infoveranstaltung des „Bürgerforums Energieland Hessen" im Bürgerhaus in Eiterfeld wurde einmal mehr deutlich, wie stark das Thema die Menschen in der Region beschäftigt.

Die Veranstaltung im Bürgerhaus war vollgepackt mit Infos, aber gut in verschiedene Themenfelder gegliedert. Die Diskussion verlief sachlich – das lag auch an der ruhigen Moderation von Carla Schönfelder vom Bürgerforum Energieland Hessen. Dennoch war die Aufregung bei den vielen Zuhörern deutlich anzumerken.

Jochen Mülders vom Bielefelder Büro Lenné 3D, das von SynEnergie und AboWind beauftragt worden war, stellte mehrere Visualisierungen vor. Diese zeigten Ausblicke von Standorten in Buchenau sowie weiteren Eiterfelder, Haunecker und Haunetaler Ortsteilen, wie sie bei aufgestellten Windrädern aussehen könnten. „Das ist ein dominanter Eindruck", formulierte es Bürgermeister Hermann-Josef Scheich (parteiunabhängig), der dafür plädierte, die Zahl der Anlagen zu reduzieren.

Anfang 2016 könnte es losgehen

Von vielen Punkten aus wirken die Windräder übermächtig. „Wer aber etwa im Tal von Buchenau steht, sieht sehr viel weniger", betonte Wolfgang Ruch von der SynEnergie. Den Blick auf den kompletten Windpark gibt es dafür vom Ortsrand in Arzell aus, und auch die Wölfer beispielsweise haben gute Sicht auf die Kolosse.

Derzeit planen die RhönEnergie-Tochter mit zehn Anlagen und AboWind mit fünf Anlagen am Mahnberg, Dicken Berg und Hauberg. Seit 2013 laufen die Vorbereitungen, im vergangenen Jahr waren zahlreiche Untersuchungen durchgeführt und Gutachten erstellt worden. In den kommenden Wochen werden nun die Antragsunterlagen abgeschickt, erklärte Ruch. Die Umsetzung könnte dann Anfang 2016 beginnen.

Der SynEnergie-Vertreter sowie Florian Lüders von AboWind nahmen umfassend Stellung zu Landschaftseingriffen, Naturschutz, Lärm und Schall. Beide Unternehmen arbeiten mittlerweile zusammen und wollen zukünftig zum Beispiel gemeinsam Infrastruktur nutzen. „Die Eingriffe in die Landschaft sollen minimiert werden", erklärte Lüders dabei. Hören werde man die Anlagen wohl, die Lärm-Begrenzungen im Bundesimmissionsschutzgesetz würden voraussichtlich aber eingehalten und sogar unterschritten. „Leichtfertig werden solche Anlagen nicht genehmigt", betonte zudem Ruch.

Welche Sorgen den Verein „WIR für Buchenau" plagen und was er fordert, lesen Sie in der Printausgabe und im E-Paper.