Stadt Hünfeld: Vier zusätzliche Kindergarten-Gruppen reichen nicht aus

08. November 2017
Hünfeld

In den Hünfelder Kindergärten wurden in den zurückliegenden drei Jahren vier zusätzliche Gruppen eingerichtet. Dabei kann es voraussichtlich nicht bleiben. Dies geht aus der Bedarfsplanung für Hünfelder Tageseinrichtungen hervor, die Bürgermeister Stefan Schwenk (CDU) den städtischen Gremien vorgestellt hat.

Lesen Sie nachfolgend eine Pressemitteilung der Stadt Hünfeld im Wortlaut: Ausgeweitet wurde unter anderem das Angebot für die unter Dreijährigen. So stehen gegenwärtig in der Kindergruppe Villa Kunterbunt 48 Plätze zur Verfügung. Drei weitere Plätze bietet der Natur- und Waldkindergarten in Kirchhasel an, nachdem dort in diesem Jahr die räumlichen Voraussetzungen geschaffen werden konnten.

Um der wachsenden Nachfrage der Eltern gerecht zu werden, soll zum 1. März 2018 in der Kindertagesstätte Buchfinkenland eine weitere Gruppe mit zwölf Plätzen in Betrieb gehen. Für weitere 72 Kinder nutzen Eltern gegenwärtig das umfangreiche Angebot in der Kindertagespflege mit Tagesmüttern und -vätern sowie dem DRK-Kinderhaus.

Insgesamt werden ab dem Betreuungsjahr 2017/18 135 Plätze in Hünfeld für unter Dreijährige zur Verfügung stehen. Darüber hinaus gibt es in Hünfeld über den Verbund St. Elisabeth 15 Betreuungsplätze im Flohzirkus in Burghaun für Kinder aus der Stadt Hünfeld, die durch die Stadt finanziell unterstützt werden. Das Spatzennest in Michelsrombach hat seine Aufnahmekapazität von acht auf zehn Kinder gesteigert und bietet nun an drei Tagen in der Woche 4,5 Stunden Betreuung an.

Die gesetzliche Anforderung im Rahmen des Rechtsanspruchs wird damit erfüllt, weil für 35 Prozent aller Kinder ein Betreuungsangebot zur Verfügung steht. Im Bereich der über Dreijjährigen werden in Hünfeld gegenwärtig 489 Kindergartenplätze zur Verfügung gestellt, die weitgehend alle belegt sind. Aufgrund der Nachfrage wurde im März 2017 die zweite Kindergartengruppe in der Kindertagesstätte Kirchhasel wieder reaktiviert.

Inbetriebnahme von drei weiteren Gruppen erforderlich

Die Stadt geht nach den Worten von Bürgermeister Stefan Schwenk gegenwärtig davon aus, dass aufgrund der hohen Geburtenzahlen, aber auch der Zuzüge mittelfristig mindestens eine zusätzliche Gruppe in der Kernstadt erforderlich wird. Verschärft wird die Nachfrage ab dem kommenden Jahr auch durch die vom Land Hessen angekündigte Beitragsfreiheit für Kindergartenkinder von drei bis sechs Jahren für eine Betreuung von sechs Stunden täglich.

Dies wird nach Einschätzung des Bürgermeisters zu einer weiter ansteigenden Nachfrage führen. Auch wenn das Land Hessen dafür der Stadt und den Trägern 136 Euro je Kind und Monat erstattet, geht die Stadt von einem zusätzlichen Finanzbedarf von rund 100.000 Euro allein im Bereich der Personalkosten aus. Nach heutigem Stand, so die Vorlage, sei die Inbetriebnahme von drei weiteren Gruppen zum Kindergartenjahr 2019/20 erforderlich.

Nach der Bedarfsplanung haben sich auch die Schulbetreuungsergänzungsangebote in den Hünfelder Grundschulen sehr bewährt, die gegenwärtig von 140 Kindern besucht werden. Auch diese Angebote werden durch den Hünfelder Kindererziehungs- und Betreuungsverbund St. Elisabeth finanziell unterstützt. Außerdem stehen für diese Altersgruppe auch Betreuungsmöglichkeiten über Tagespflegepersonen zur Verfügung.

Sehr bewährt hat sich nach den Worten von Bürgermeister Schwenk auch die interkommunale Zusammenarbeit in dieser Frage. Die jeweiligen Bedarfspläne würden in der Lenkungsgruppe der interkommunalen Arbeitsgemeinschaft mit den Nachbargemeinden Rasdorf, Nüsttal und Burghaun abgestimmt, um ein möglichst umfassendes Angebot, aber auch eine wirtschaftlich sinnvolle Auslastung zu gewährleisten. / HZ