Bürgerschaftspreis 2015: Lothar Mihm engagiert sich in der Feuerwehr und als Spendensammler

28. April 2015
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Dittlofrod

Egal ob als Nikolaus oder Feuerwehrmann, Lothar Mihm engagiert sich gerne für andere. So sammelt der Dittlofroder im Advent Spenden für die Sorgenkinder. Außerdem ist er bei der Feuerwehr gleich in mehreren Positionen aktiv.

Rot ist seine Farbe: Das Herz von Lothar Mihm aus Eiterfeld-Dittlofrod schlägt schon seit 40 Jahren für die Feuerwehr. Daneben engagiert er sich noch in einem anderen Bereich, der mit der Farbe Rot verknüpft wird. Der 58-Jährige ist in der Vorweihnachtszeit als Nikolaus unterwegs, um Spenden für die Hünfelder Sorgenkinder zu sammeln. „Beides macht mir viel Spaß“, sagt er.

Bei der Feuerwehr hat der 58-Jährige den Posten des Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbands Fulda übernommen. Er ist Kreisausbilder und auch Wehrführer der Feuerwehr Dittlofrod/Körnbach. „Mir wurde das Ehrenamt quasi in die Wiege gelegt“, erzählt er. Sein Vater war jahrelang Wehrführer der Feuerwehr Dittlofrod/Körnbach, ab 1979 übernahm der Sohn, damals 22 Jahre alt. „Es ist wichtig, dass jemand im Notfall da ist“, sagt er mit Nachdruck. „Stellen Sie sich vor, es brennt, aber es gibt niemanden, der den Brand löschen kann.“ Ein weiterer Grund für ihn, bei der Feuerwehr mitzuwirken, ist das Gemeinschaftsgefühl. Gerade in so einer kleinen Truppe sei die Kameradschaft etwas ganz besonderes.

Der Spaß daran, Gutes zu tun, färbt auch auf sein Umfeld ab. In seinem Familienkreis engagieren sich fast alle. „Außer meinen beiden Enkeln, die sind mit ihren acht Monaten wohl noch etwas zu jung“, schmunzelt der dreifache Vater. Seine zwei Söhne machen ebenfalls bei der Feuerwehr Dittlofrod/Körnbach mit und läuten damit quasi die „dritte Ära Mihm“ ein.

„Es ist besser, wenn sich die Arbeit auf mehrere Schultern verteilt. Deshalb versuche ich, auch andere Menschen für das Ehrenamt zu begeistern.“ Die meisten seien zwar ausreichend motiviert, ihnen fehle aber „der letzte Schubs“, um tatsächlich aktiv zu werden, ist seine Erfahrung.

So gut wie jedes Wochenende ist er als Kreisausbilder beispielsweise auf Lehrgängen und Fortbildungen unterwegs. Repräsentative Aufgaben, Sitzungen, Organisatorisches und der ein oder andere Einsatz mit der Feuerwehr Dittlofrod/Körnbach stehen zusätzlich auf dem Programm.

Doch auch als Nikolaus ist sein Organisationstalent gefragt. Im Advent legt er jedes Jahr gut 400 bis 500 Kilometer mit dem Auto zurück – und braucht dafür einen guten Zeitplan. Auf Firmenfeiern, in Schulen, Kindergärten, aber auch im privaten Kreis ist der Mann mit dem (unechten) Rauschebart unterwegs, meist noch mit Knecht Ruprecht im Schlepptau.

Angefangen hat das alles, als Mihm bei einer Betriebsfeier das erste Mal in die rote Robe schlüpfte. „Seitdem kam so viel Zuspruch von allen Seiten, dass ich dabei geblieben bin“, sagt er. „Ho, ho, ho“ heißt es deshalb bei etwa 20 Terminen im Jahr. Je nach Veranstaltung werden Gedichte und Lieder vorgetragen oder Wünsche für das Fest geäußert. Dabei sammelt Mihm pro Jahr rund 2500 Euro ein, die ohne Abzüge weitergeleitet werden. Die anfallenden Fahrtkosten seien seine persönliche Spende.

„Bei manchen Familien gehöre ich seit Jahren fest ins Adventsprogramm. Es ist schön zu sehen, wie die Kinder jedes Jahr größer sind“, freut er sich. Lothar Mihm ist ganz klar ein Familienmensch. Und so steht in seinem Arbeitszimmer ein Laufstall für die Enkel. Der gelernte Chemielaborant ist derzeit bei „Consult & Design“ als Projektmanager selbstständig tätig und kann viel Arbeit von daheim erledigen.

Zwischendurch kann er sich seine Zeit einteilen, kümmert sich um seine ehrenamtlichen Posten ebenso gerne wie um die 60 Schafe, 15 Hühner, drei Ziegen, zwei Pferde und Hunde und Katzen, die bei Familie Mihm auf dem Hof leben. Auch wenn sein Kalender voll ist, versucht er immer, einen Termin möglich zu machen. Er seufzt und lächelt: „Ich kann eben nicht ‚Nein‘ sagen.“

Stimmen Sie ab!

Sie, liebe Leserinnen und Leser, können aus den 20 Frauen und Männern, die wir in unserer Zeitung porträtieren, Ihren Favoriten wählen, von dem Sie sagen „Wenn wir DICH nicht hätten ...“.

Und das geht so: Jeder hat nur eine Stimme. Schreiben Sie Ihren Favoriten auf eine Karte oder in einen Brief und senden Sie uns den Namen per Post an:

Verlag Parzeller

Stichwort: Bürgerschaftspreis 2015

Frankfurter Straße 8

36043 Fulda

Oder senden Sie ein Fax an (06 61) 28 02 79 – bitte ebenfalls das Stichwort angeben.

Außerdem wichtig: Wir benötigen auf jeden Fall Ihren Absender mit vollständiger Anschrift, um Mehrfachnennungen auszuschließen. Für Vereine, Familien und andere gilt: Wer eine Liste mit Namen (samt Adressen und Unterschriften) einreichen möchte, darf maximal 20 Stimmen abgeben.

Eine Stimmabgabe per Internet ist erst möglich, wenn wir sämtliche Kandidaten in unserer Zeitung vorgestellt haben. Dann werden Sie auf unserer Webseite ein Formular für die Wahl finden.

Übrigens: Viele der Kandidaten können Sie in den nächsten Wochen auf unserer Webseite in Videofilmen sehen. Wir haben jeden interviewt, der damit einverstanden war.

Der Preis, den unsere Zeitung zum zweiten Mal auslobt, sieht für den Erstplatzierten 1000 Euro vor. Der Zweit- und Drittplatzierte erhält je 500 Euro. Die Plätze vier bis acht werden mit je 200 Euro bedacht, die Plätze 9 bis 20 mit je 100 Euro.

Die 20 Nominierten:

– Hugo Barthel (Gersfeld)

– Abdel Bayadrah (Fulda)

Ernst Claus (Fulda)

Jürgen Fiedler (Petersberg)

Alfred Gollbach (Rasdorf-Grüsselbach)

Silke Gramatzki-Wieczorek (Fulda)

Yannik Helm (Nüsttal-Silges)

Angelika Jestädt (Eichenzell)

Manfred Letsche (Neuhof)

Karl Liebert (Fulda-Sickels)

– Heinz Lindenthal (Petersberg)

– Michael Lipus (Neuhof)

– Beate Mahr (Kalbach-Mittelkalbach)

– Lothar Mihm (Eiterfeld-Dittlofrod)

Christoph Möller (Neuhof)

– Elke Müller (Fulda-Harmerz)

– Christine Osafo (Fulda)

– Herbert Post (Bad Salzschlirf)

Margarethe Schönherr (Großenlüder-Müs)

– Emily Stein (Großenlüder)

Bei fettgedruckten Kandidaten wurden die Porträts schon veröffentlicht. Bei einem Klick auf den Namen geht es zu der jeweiligen Vorstellung.