Coty einigt sich mit Betriebsrat: Interessenausgleich und Sozialplan für Mitarbeiter

02. November 2017
Hünfeld

Das Coty-Management und die Arbeitnehmervertreter haben die Beratungen angeschlossen und für die Mitarbeiter einen Interessenausgleich und einen Sozialplan vereinbart.

Das teilte Coty in einer Pressemitteilung mit, die Sie nun im Wortlaut lesen: Im Rahmen der Reorganisation seiner weltweiten Produktions- und Logistikkapazitäten war Coty zu dem Ergebnis gekommen, dass es für die Produktion am Standort Hünfeld keine langfristige, nachhaltige Perspektive gibt. Daher wird die Produktion in der zweiten Hälfte des Kalenderjahres 2018 auslaufen.

Das Coty-Management und die Arbeitnehmervertreter haben nun die Beratungen der vergangenen Monate abgeschlossen und für alle 345 betroffenen Mitarbeiter der Produktion einen Interessensausgleich und einen Sozialplan vereinbart. Beide Seiten zeigen sich danach mit dem Verhandlungsergebnis zufrieden.

Aus für 380 Mitarbeiter: Coty schließt seinen Standort in Hünfeld

Das Coty-Management hat sich nach langen Beratungen nun endgültig dazu entschieden, den Standort in Hünfeld zu schließen. Rund 380 Mitarbeiter sind von dieser Entscheidung betroffen. Scharfe Kritik daran äußerten die Bundestagsabgeordneten Michael Brand (CDU) und Birgit Kömpel (SPD). Und auch Bürgermeister Stefan Schwenk (CDU) nahm zu der Entscheidung von Coty Stellung.

So äußerte sich Norbert Herr, Betriebsratsvorsitzender der HFC Manufacturing GmbH Hünfeld: „Wir haben einen starken Sozialplan entwickelt, der auf unsere lokalen Bedürfnisse eingeht. Das war uns als Betriebsrat besonders wichtig bei der Verhandlung.“

In den nächsten Wochen und Monaten werden die Einzelgespräche mit den Mitarbeitern geführt, um auf der Basis des Sozialplans die jeweils individuelle Lösung zu konkretisieren. Die in Hünfeld angesiedelten R&D-Kapazitäten verbleiben am Standort. Coty wird eigens dafür eines der vorhandenen Gebäude umrüsten.

Jetzt doch noch Verkaufsverhandlungen! Neue Chance für Wella-Standort Hünfeld

Jetzt doch! Der US-Konzern Coty will nun doch mit dem osthessischen Unternehmer Marc Martin (49) über einen Verkauf des Wella-Werks in Hünfeld sprechen. Das sagte Martin unserer Zeitung.

Coty wird sich auch weiterhin dafür einsetzen, zusätzliche Optionen für den Standort in Hünfeld zu erschließen. Dazu wurde ein spezielles Unternehmen engagiert, das die Einholung und Evaluation von Investorenangeboten in einem standardisierten Verfahren durchführt.

In Deutschland wird Coty mit seinen kommerziellen und seinen Produktions- und Vertriebseinrichtungen weiterhin eine bedeutende Präsenz haben.