Bürgermeisterwahl: Klinzing und Scheich kämpfen um Platz im Eiterfelder Rathaus

10. September 2017
Eiterfeld

Zwei Kandidaten, ein Platz im Rathaus: Für die Bürgermeisterwahl am 4. März 2018 haben sich Sebastian Klinzing (CDU) und Hermann-Josef Scheich (parteiunabhängig) aufstellen lassen.

100 Prozent Zustimmung: Alle 31 anwesenden Mitglieder des CDU-Gemeindeverbands Eiterfeld haben den 30 Jahre alten Sebastian Klinzing aus Treischfeld zu ihrem Kandidaten für die Bürgermeisterwahl im März des kommenden Jahres gewählt.

„Jung, motiviert, familienorientiert“: So lautet Klinzings Wahlslogan. Der gebürtige Steinbacher, der bereits vor 15 Jahren der Jungen Union beigetreten ist, warb im Eiterfelder Bürgerhaus in einer souveränen und engagierten Rede bei den Christdemokraten um Zustimmung und skizzierte sein Wahlprogramm.

Bürgermeisterwahl: Klinzing und Scheich kämpfen um Platz im Eiterfelder Rathaus

Dieses widmete sich zu einem großen Teil der Gemeinschaft und den Vereinen in der Marktgemeinde. „Es ist toll, wie stark der Zusammenhalt in Eiterfeld ist und wie viele Vereine es gibt, deren Mitglieder sich ehrenamtlich engagieren“, sagte Klinzing, der selbst unter anderem Theater spielt und im Gesangsverein singt.

Doch er kritisierte auch: Die Vereine würden in der Gemeinde häufig alleine gelassen, insbesondere wenn es um finanzielle Zuschüsse für ihre Arbeit gehe. „Wir brauchen deshalb einen konkreten Ansprechpartner in der Gemeinde, der sich auskennt.“

Es gibt einiges zu tun“, stellte er fest. Dazu gehöre auch die Bereitstellung von bezahlbaren Bauplätzen und die Erweiterung des Gewerbegebiets, um wohnortnahe Arbeitsplätze zu schaffen. „Wir wollen nur eins“, sprach Klinzing auch für den CDU-Gemeindeverband: „Wir tun alles für unsere Bürger, um das Leben hier liebenswert zu gestalten.“ Das könne gelingen, „mit meiner beruflichen Qualifikation und gemeinsamen Ideen“.

Der Diplom-Sozialjurist arbeitet seit 2012 beim Kreisjobcenter des Landkreises Fulda, zuvor war er beim Landkreis Darmstadt-Dieburg beschäftigt. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Katharina, die während des Nominierungsparteitags an seiner Seite saß, hatte er sich damals jedoch entschieden, wieder in die Heimat und damit „zu den Wurzeln“ zurückzukehren – „um ein idyllischeres, ruhigeres Leben zu führen“.

Bürgermeisterwahl: Klinzing und Scheich kämpfen um Platz im Eiterfelder Rathaus

Seit mehr als 17 Jahre ist Hermann-Josef Scheich (parteiunabhängig) Bürgermeister der Marktgemeinde Eiterfeld. An ein Ende denkt er aber noch lange nicht: Er möchte sich für eine vierte Amtsperiode aufstellen lassen.

„In den vergangenen Jahren haben wir unsere Heimatgemeinde stetig weiterentwickelt, sodass Eiterfeld Einwohnern und Gästen viel zu bieten hat“, sagt der 58-Jährige. In diesem Zusammenhang nannte Scheich die Vielzahl an Einkaufsmöglichkeiten, die gesundheitliche Versorgung, der Ausbau der Kinderbetreuung mit Schaffung von U3-Plätzen, vielfältige Freizeitangebote und mehr als 2100 Arbeitsplätze.

Zudem habe die Marktgemeinde eine stabile Haushaltsstruktur. „Seit 2012 mussten keine Kredite vom Kreditmarkt aufgenommen werden. Darüber hinaus konnte bei gleichzeitig hohen Investitionen die Verschuldung sogar reduziert werden“, freut sich der Bürgermeister. Diese gesunde finanzielle Situation gebe Eiterfeld den Handlungsspielraum, die Aufgaben der Zukunft zu meistern.

„Hierzu ist es erforderlich weiterhin Bau- und Gewerbegrundstücke unter Berücksichtigung der Innenentwicklung bereitzustellen, die ärztliche Versorgung auch für die Zukunft sicherzustellen, eine bedarfsorientierte Kinderbetreuung anzubieten, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern, die Infrastruktur zukunftsfähig auszubauen und den Breitbandausbau zu begleiten – um nur einige Aufgaben zu nennen“, erklärt Scheich.

Der ständige und schnelle Wandel in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik stelle alle vor große und bisher noch unbekannte Herausforderungen. Diese gelte es, so wie in der Vergangenheit, mit Erfahrung, Besonnenheit und hohem Verantwortungsbewusstsein gemeinsam zu meistern.

„In den vergangen Jahren habe ich viel Zuspruch von Bürgern erhalten, die meine Arbeit anerkennen und wertschätzen. Mit hohem Engagement kümmere ich mich vielfach persönlich um die Belange unserer Bürger, versuche zu helfen und zu unterstützen“, erklärt Scheich seine Arbeit.

„Daher möchte ich meine erfolgreiche Arbeit weiterhin fortsetzen und an maßgeblicher Stelle die positive Entwicklung der Marktgemeinde Eiterfeld steuern.“