Hünfelder Polizei hilft bei Schlag gegen Schleuser

01. Dezember 2016
Kassel/Hünfeld

Mit einer bundesweiten Aktion ist die Polizei am Dienstag gegen Schleuserkriminalität vorgegangen. Bei Wohnungsdurchsuchungen in Kassel halfen auch Bundespolizei-Beamte der Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit (BFE) aus Hünfeld. Insgesamt wurden in ganz Deutschland sechs Wohn- und Geschäftsräume durchsucht und mehrere Verdächtige festgenommen.

Mit einer bundesweiten Aktion ist die Polizei gegen Schleuserkriminalität vorgegangen. In Kassel sowie in Nordrhein-Westfalen, Berlin und Baden-Württemberg durchsuchten am frühen Dienstagmorgen rund 150 Einsatzkräfte der Bundespolizei insgesamt sechs Wohn- und Geschäftsräume, wie die Bundespolizei Pirna mitteilte.

Die Bande soll in mehr als 15 Fällen 348 vorwiegend syrische Staatsangehörige unter teilweise menschenunwürdigen Bedingungen nach Deutschland geschleust haben. Damit soll die Schleuserorganisation mindestens 150.000 Euro erwirtschaftet haben. „Skrupellose Schleuser nutzen die Hilflosigkeit schutzbedürftiger Menschen aus, um auf menschenverachtende Weise Kasse zu machen“, sagte Jörg Baumbach, Präsident der Bundespolizei in Pirna, die die Aktion geleitet hatte.

Die Zweite Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit der Hünfelder Bundespolizei konnte in diesem Zusammenhang bei Durchsuchungsmaßnahmen in Kassel umfangreiches Beweismaterial sicherstellen.

Jörg Baumbach, Präsident der Bundespolizeidirektion Pirna, erklärte zum Einsatz: „Skrupellose Schleuser nutzen die Hilflosigkeit schutzbedürftiger Menschen aus, um auf menschenverachtende Weise Kasse zu machen. Entschlossene Ermittlungsarbeit ist die richtige Antwort, um diesen kriminellen Banden Einheit zu gebieten.“ / dpa, kbk