Hünfelder Teams beim Wettbewerb "Jugend gründet"

/ Test-Präsentation

28. März 2014
hÜNFELD

Gleich zwei Teams der Konrad-Zuse-Schule dürfen in den nächsten Wochen im Zwischenfinale der bundesweiten Initiative "Jugend gründet" ihre selbsterdachten Innovationen präsentieren. Tipps und Anregungen für diesen großen Auftritt bekamen sie bei einer Generalprobe.

Was könnte unseren Alltag erleichtern und: Lässt sich mit dieser Idee auch gleichzeitig Geld verdienen? Fragen, die sich jedes große und kleine Wirtschaftsunternehmen tagtäglich aufs Neue stellt. Wie wäre es mal mit einem multifunktionalen Snowboard oder einem Baby Safe, der sich per Knopfdruck zu einem Kinderwagen umwandeln lässt?

Mit diesen beiden Innovationen qualifizierten sich das Hünfelder Team "Mountain" und die "KaSoLiLiMa GMBH" für das Zwischenfinale der elften Ausgabe von "Jugend gründet", an der über 600 Gruppen mit jeweils zwei bis sechs Personen teilgenommen hatten.

Neben einer vierminütigen Präsentation des Produkts vor einer Fachjury besteht der Wettbewerb aus einer Businessplan- und Planspielphase, in der spielerisch die einzelnen Schritte zur Gründung eines Unternehmens nachempfunden und je nach Erfolg bepunktet wurden. Dank hoher Punktzahlen wurden die beiden Mannschaften zum Zwischenfinale nach Frankfurt beziehungsweise nach Stuttgart eingeladen, das Ende März und Mitte April stattfindet.

Nun kam es vor den Augen von Eltern, Lehrern, Mitschülern und ehemaligen Hünfelder Finalisten des Wettbewerbs zu einer Generalprobe der beiden Präsentationen. Ein Snowboard, das sich in ungünstigen Situationen, etwa bei Schwungverlust, blitzschnell in ein Paar Skier verwandeln lässt und der "zukünftige Renner der Snowboardszene" wird, präsentierte das Team "Mountain". Das "Twice Board", wie die drei jungen Tüftler ihre Erfindung nennen, ist neben einem besonderen Schließmechanismus, der das Snowboard in der Mitte bei Bedarf teilt, mit einer beweglichen Schiene ausgestattet, womit sich die Position der Füße verschieben lässt.

Zudem stellte das Team "KaSoLiLiMa", dessen Name aus den ersten beiden Anfangsbuchstaben der vier Mädchen besteht, ihren "Baby Roll" vor. Der Baby Safe ist mit einem integrierten Fahrgestell ausgestattet, welches innerhalb von Sekunden aus dem Tragesitz einen Kinderwagen macht.

Die beiden Gruppen der zwölften Klasse veranschaulichten die Ideen in einer souveränen Präsentation, inklusive einem selbstproduzierten Vorführobjekt ihres Produkts und stellten sich anschließend den Fragen des Testpublikums. Die Idee für ihren "Baby Roll" kam den vier Mädchen übrigens bei einer Befragung von jungen Eltern in einem Fachmarkt, wo sich eine Mutter über das auf Dauer hohe Gewicht des Baby Safes beklagte.

An Siegeswillen mangelt es den Hünfelder Jungunternehmerinnen und -unternehmern jedenfalls nicht, gerade weil den Siegern des Bundeswettbewerbs eine zweiwöchige Reise ins amerikanische Silicon Valley winkt.

Ein Extra-Lob der Schüler gab es für ihren Lehrer Frank Wagner, der sie mit viel Engagement unterstützt habe. Wagner selbst ist ebenfalls optimistisch, dass die Teams seiner Schule gute Plätze erreichen können. Für das Zwischenfinale qualifizierten sich aus der Region neben den beiden Teams der Hünfelder Konrad- Zuse-Schule ebenfalls Teilnehmer der Richard-Müller-Schule in Fulda sowie ein Auszubildender aus Eiterfeld.