HZ-Stammtisch zur Finanzlage von Burghaun – Update: Bilderstrecke

20. Februar 2016
Burghaun

Engagiert haben am Freitagabend die Vertreter der bei der Kommunalwahl antretenden Fraktionen beim HZ-Stammtisch in der Gaststätte Alt-Burghaun miteinander diskutiert. Abermals wurde deutlich: Die Finanzlage in Burghaun ist und bleibt angespannt.

Von unserem Redaktionsmitglied Sabrina Mehler

Wie konnte Burghaun in eine solche Finanzmisere schlittern? Aber vor allem: Wie kommt die Marktgemeinde da wieder heraus? Um diese Fragen drehte sich der Stammtisch, der von HZ-Redakteur Hartmut Zimmermann moderiert wurde und bei dem sich 80 Zuhörer im Alt-Burghaun zusammendrängten. Einfache Antworten gab es nicht, manch einer der gut vorbereiteten Debattanten – das waren die Spitzenkandidaten Gertraud Pfingstgräff (FDP), Sascha Bayer (CDU), Karlheinz Schott (SPD) sowie Bürgermeister Simon Sauerbier (parteilos) – schlug deutliche Töne an, andere blieben eher vage.

Schott kritisierte den Gebrauch des Wortes „Pleite“ durch die CDU. Burghaun sei zwar nicht auf Rosen gebettet, schuld daran sei aber hauptsächlich die fehlende Unterstützung des Landes Hessen.

„Es kann nicht sein, dass die Schuld immer auf andere geschoben wird“, entgegnete Sascha Bayer und zählte auf: So sei beim Grubener Gewerbegebiet mehr ausgegeben worden als veranschlagt; die hohen Kassenkredite seien nicht gedeckt, und: „Die Haushalte wurden über Jahre hinweg geschönt.“

Gertraud Pfingstgräff, die im Gemeindevorstand sitzt, war zunächst selbstkritisch: „Wir alle, wie wir hier sitzen, haben an der Situation mitgewirkt.“ Jetzt müssten die Finanzen aufgearbeitet werden.

Wie geht es nun also weiter? Pfingstgräff ließ durchblicken, dass mit dem neuen Etat, der am Mittwoch eingebracht wird, erheblich höhere Grund- und Gewerbesteuern auf Burghaun zukommen. Geprüft werden sollten unbedingt die Verwaltungskosten.

Nach einer entsprechenden Frage aus dem Publikum durften die Zuhörer jedoch den Eindruck gewinnen, dass die Parteien die Probleme zusammen angehen wollen. Das wünschte sich auch Sauerbier: „Es geht nur gemeinsam.“

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