Konrad-Zuse-Bahnhof Hünfeld offiziell übergeben

28. März 2014
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Hünfeld

Fast 400 Menschen am Bahnhof, Blasmusik. Hoher Besuch? Nein, Bahnhofs-Einweihung in Hünfeld.

Kurz vor Ende seiner 36-jährigen Amtszeit hat am Freitagnachmittag Hünfelds Bürgermeister Dr. Eberhard Fennel (CDU) gemeinsam mit Susanne Kosinsky als Vertreterin der Deutschen Bahn AG, Bernhard Maßberg aus dem Hessischen Wirtschaftsministerium ein symbolisches Band zerschnitten. Damit wurde der aufwendig umgestaltete Bahnhof offiziell übergeben. Für die Arbeiten im Gleisbereich, am Bahnhofsgebäude sowie im Umfeld werden, bis alles fertig ist, insgesamt 16,2 Millionen Euro ausgegeben.

Der Bahnhof ist nun barrierefrei. Das bedeutet nicht nur stufenlose Zugänge zu den Bahnsteigen, sondern auch optimale Höhen der Plattformen selbst, so dass man unmittelbar in die Züge einsteigen kann.

Bei der kirchlichen Segnung wurden zudem zwei Gedenktafeln enthüllt. Eine erinnert an die 61 Menschen, die 1944 bei einem Luftangriff auf Hünfeld in der Unterführung Zuflucht gesucht hatten, dort aber den Tod fanden. Die andere ruft den Todesmarsch von 120 KZ-Häftlingen in Erinnerung, der im März 1945 von Frankfurt über Hünfeld nach Buchwald geführt hatte und bei dem zahlreiche Menschen umgebracht wurden.

Einen besonderen Akzent setzt die als "Zuse-Galerie" gestaltete Unterführung: Dort erinnern Bildtafeln an den Namensgeber des Bahnhofs. Der Computer-Erfinder, der viele Jahre in Hünfeld gelebt hat, ist dort bei seiner Arbeit, aber auch als Künstler dargestellt.


Nach der Besichtigung gab es eine Feier im benachbarten ehemaligen Lokschuppen. Dort würdigten Kosinsky, Maßberg und andere Redner die Bedeutung des neuen Bahnhofs und nannten ihn ein "Juwel". Der Fuldaer Landrat Bernd Woide (CDU) strich die besondere Leistung Fennels heraus: "Dieser Tag ist auch ihr persönlicher Erfolg!" / zi