Millioneninvestition in Nüst: 45 Tonnen schweres Regenüberlaufwerk eingesetzt

14. November 2017
Nüst

Mit Hochdruck werden durch den Eigenbetrieb Abwasseranlagen der Stadt Hünfeld und die Stadtwerke Hünfeld gegenwärtig die Bauarbeiten in der Nüster Ortsdurchfahrt vorangetrieben. In der vergangenen Woche wurde ein rund 45 Tonnen schweres Regenüberlaufbauwerk mit einem Spezialkran in die Baugrube gehoben.

Sie lesen eine Pressemitteilung der Stadt Hünfeld im Wortlaut:

Der Eigenbetrieb will seine Bauarbeiten, so weit es die Witterung zulässt, voranbringen, damit im Frühjahr nur noch Restmaßnahmen ausgeführt werden müssen und der Straßenbau sich unmittelbar anschließen kann.

Wie Betriebsleiter Dirk Stoldt vom Eigenbetrieb mitteilt, konnten die Kanalbauarbeiten in der Ortsdurchfahrt von Nüst erst mit Verspätung begonnen werden, da es bei Hessen Mobil Verzögerungen bei den Baumaßnahmen an der Brücke und der Kreisstraße bei Rückers gab. Damit standen Umleitungsstrecken nicht zur Verfügung. Deshalb konnte erst seit Anfang November unter Vollsperrung gearbeitet werden.

Einbau neuer Fällmitteldosierstation in Hünfelder Kläranlage kostet 320.000 Euro

Rund 320.000 Euro gibt der Eigenbetrieb Abwasseranlagen der Stadt Hünfeld gegenwärtig an der zentralen Kläranlage in Hünfeld aus, um den Phosphateintrag am Auslauf der Kläranlage weiter zu reduzieren. Das teilte die Stadt Hünfeld mit.

Nach gegenwärtigem Stand hofft Stoldt, dass 70 Prozent der Arbeiten noch in diesem Jahr fertiggestellt werden können. Immerhin investiert der Eigenbetrieb Abwasseranlagen allein 742.000 Euro in einen neuen Hauptkanal mit Hausanschlüssen. Das Regenüberlaufbauwerk kostet rund 130.000 Euro. Hinzu kommen rund 210.000 Euro an Investitionen der Stadtwerke Hünfeld, die dort neue Versorgungsleitungen verlegen.

Das neue Regenüberlaufbauwerk, das mit hohem technischen Aufwand in der vergangenen Woche gesetzt wurde, soll bei Starkregen Schmutzwasser aufstauen und später ankommendes sauberes Regenwasser an die Nüst abschlagen. Der Abtrieb von Schmutzstoffen in den Vorfluter wird dabei durch eine Tauchwand verhindert. Außerdem enthält das Bauwerk eine sogenannte Hochwassersicherung. Das bedeutet, dass bei Hochwasser in der Nüst kein Wasser in das Regenüberlaufbauwerk oder die Kanalisation zurückdrücken kann.

Mit diesen Arbeiten hatte der Eigenbetrieb bereits während der Sommerferien beginnen wollen. Dies war allerdings aufgrund der Verzögerungen bei Rückers nicht möglich. Jetzt sollen die Arbeiten so weit vorangetrieben werden, dass noch vor Weihnachten die Fahrbahndecke zumindest provisorisch geschlossen werden kann, damit nicht nur der Schulbusverkehr und der innerörtliche Verkehr, sondern auch der Fastnachtszug im Februar wieder rollen können.

Sobald die Witterung aufgeht im März sollen dann die Restarbeiten im Bereich des Kanalbaus ausgeführt werden. Hessen Mobil will sich dann mit der Erneuerung der Fahrbahn der gesamten Ortsdurchfahrt anschließen. Die Erneuerung der Gehwege ist dann wiederum Aufgabe der Stadt Hünfeld. Dies war in einer Bürgerinformationsveranstaltung und einer Anliegerversammlung mit den Anwohnern in Nüst bereits abgestimmt worden.