Nach wenigen Stunden beendet: Gericht stoppt Baumfällung für Windräder

25. Februar 2015
Rotlöwenkuppe

Der Investor Abo-Wind hat am heutigen Dienstag mit der Rodung von großen Waldflächen auf der Rotlöwenkuppe für den Bau von drei Windrädern begonnen. Doch nach wenigen Stunden stoppte das Verwaltungsgericht Kassel die Arbeiten im Eilverfahren – einstweilen. Investor Abo-Wind geht in die nächste Instanz.

Der Dammersbacher Ortsvorsteher Siegfried Bug hatte Bürger aus der Region am Nachmittag zu einer Protestkundgebung am Waldrand eingeladen – in der großen Sorge, dass die Rodung dann schon begonnen habe. Abo-Wind-Projektleiter Moritz Messerschmidt hatte den Baubeginn gegenüber unserer Zeitung für Dienstag angekündigt.

Bürgermeister bedauert späten Entscheid

Als die Bürger dann zusammen kamen, hatte Bug eine gute Nachricht: Das Gericht hatte die Baumfällung gestoppt. „Die Klage der Naturschützer erschien nicht gänzlich aussichtslos. Zugleich würde die Rodung Fakten schaffen", begründete Gerichtssprecher Matthias Spillner den Beschluss.

Hünfelds Bürgermeister Stefan Schwenk (CDU), der an dem Treffen am Waldrand teilnahm, bedauerte, dass das Gericht nicht schon früher entschied. Das sei nicht möglich gewesen, erklärte der Gerichtssprecher. Er begründete dies damit, dass sich die dritte Kammer die Sache gründlich habe ansehen müssen. Immerhin laufe das Genehmigungsverfahren seit 2012.

UPDATE: Laut Informationen unserer Zeitung wurde dem Einspruch von Abo-Wind nicht stattgegeben. Der Baustopp bleibt also bestehen. Das Unternehmen darf weiterhin nicht roden.

Bereits am Dienstagmorgen berichteten wir, dass der Windkraft-Investor Abo-Wind aus Wiesbaden mit der Rodung für drei genehmigte Windräder beginnen wolle dass noch am Dienstag.

Einen Hintergrundbericht lesen Sie am Mittwoch in der Zeitungsausgabe sowie im E-Paper. / vn