Schüler lassen Drohnen am Wigbert-Gymnasium aufsteigen

10. Juli 2016
Hünfeld

Informatikschüler der neunten Jahrgangsstufe an der Wigbertschule haben im vergangenen Schuljahr ihre Energie in ein außergewöhnliches Projekt gesteckt: Sie bauten Drohnen – und die fliegen auch tatsächlich, wie jetzt ein Test zeigte. Ziemlich schnell sogar.

Von unserem Redaktionsmitglied Sabrina Mehler

Auf dem Schulhof heben sich die Quadrocopter in die Höhe und schwirren dann blitzschnell und dröhnend wie ein Rasenmäher durch die Luft. Eine der Drohnen schickt Bilder auf ein Tablet, das vom Boden aus bedient wird und mit dem die Drohne gesteuert wird. Die Schüler, die gespannt nach oben blicken, jubeln. Der Test ist geglückt, die im Unterricht zusammengebauten Flugobjekte funktionieren einwandfrei.

„Als wir damit begonnen haben, war das Thema Drohnen noch etwas Exklusives“, erklärt Lehrer Torsten Jahn. „Heute kann jeder schon für ein paar Euro einen Bausatz im Supermarkt erwerben“, sagt Jahn. Am Himmel könnte es also bald voll werden. Im Unterricht haben die Schüler daher nicht nur gelernt, wie man eine Drohne baut, programmiert und betreibt, sondern auch, welche rechtlichen Rahmenbedingungen es für die Nutzung gibt. Die Schüler hatten zu Beginn ein klares Ziel: „Wir wollen mit den Drohnen Rennen fliegen“, erklärt Philipp Bernhardt und lacht: „Denn man kann damit durchaus auch Quatsch machen.“ In der kommenden Woche sollen die drei zusammengebastelten Flieger des Typs Nighthawk 250 gegeneinander antreten.


Die Drohnen der Wigbertschule bestehen aus einem Carbon-Körper, vier Plastik-Rotoren, vier Motoren, einem Control Board, und sie verfügen über einen GPS-Sender und -empfänger – um sie wiederzufinden, falls der Steuermann sie aus den Augen verlieren sollte. Immerhin fliegen die Quadrocopter bis zu 250 Stundenkilometer schnell. Und die Steuerung ist auch nicht so einfach, wie sie aussieht. Denn die Geräte können relativ schnell auch mal an der erstbesten Hauswand enden, warnen die Neuntklässler. „Man muss feinfühlig sein, weil die Drohnen sehr schnell reagieren“, verdeutlicht Philipp Bernhardt.

Mehr lesen Sie im E-Paper und in der Printausgabe der Hünfelder Zeitung.

Jetzt mitmachen! Grillparty-Genusspaket gewinnen und EM-Probeabo sichern