Steinbacher Bürgerinitiative fürchtet Profitgier der Windparkbetreiber

05. Januar 2015
STEINBACH

Fast überall wo Windparks entstehen sollen, regt sich Widerstand. So auch in der Marktgemeinde Burghaun. Dort möchte eine Bürgerinitiative einen Windpark in ihrer Nähe verhindern. Nun veröffentlicht sie ihre Kritikpunkte und Forderungen

Auf einer Fläche von 107 Hektar erstreckt sich das Vorranggebiet FD 008. Es liegt nördlich von Steinbach. Geht es nach den Regionalplanern, könnten sich dort bald Windräder drehen und zur Energieversorgung der Region beitragen.

Dass in ihrer Nähe ein Windpark entsteht, möchten Dutzende Bewohner von Steinbach, Dittlofrod, Oberstoppel und Unterstoppel allerdings verhindern. Am 17. Dezember vergangenen Jahres gründeten sie die Bürgerinitiative „Gegenwind am Stoppelsberg". 60 Mitglieder zählte die Initiative bereits zur Gründungsveranstaltung.

Die Standpunkte der Bürgerinitiative

Warum die Bürger gegen einen Windpark in ihrer Nähe sind und was sie von der Politik fordern, schreiben sie in einem aktuellen Schreiben. Es sind dieselben Argumente, wie sie in Deutschland häufig von Betroffenen gegen Windräder vorgetragen werden.

Zum einen sorgt sich die Bürgerinitiative um die Pflanzen- und die Tierwelt innerhalb des Vorranggebiets. Diese würde durch die Profitgier der Windparkprojektierer und -betreiber aufgrund der übermäßigen Subventionierung durch das Erneuerbare Energien Gesetz zerstört. Außerdem würden Windkraftanlagen das Landschaftsbild nachhaltig zerstören und nicht zur durchgängigen Stromversorgung beitragen. Die Mitglieder von „Gegenwind am Stoppelsberg" haben Angst, dass die Attraktivität ihrer Region unter einem Windpark leiden könnte.

Forderung an Bürgermeister

Außerdem beklagen sie, dass Steinbach keine Neubaugebiete mehr ausweisen könne, da der Ortsrand nur 1000 Meter vom Vorranggebiet entfernt liege. Schlussendlich befürchtet die Bürgerinitiative „gesundheitliche Belastungen für die Anwohner durch Infraschall, Schlagschatten und Windgeräusche".

Deswegen sollten Gemeindevertretung und Bürgermeister von Burghaun das Vorranggebiet ablehnen. Außerdem fordert „Gegenwind am Stoppelsberg" „die Erstellung eines Gutachtens, das die artenschutzrechtlichen Gründe untermauert".