Angeklagter: Katze hat die Drohnachricht an Tauber abgeschickt

26. September 2017
Gelnhausen/Düsseldorf

Für die Beleidigung und Bedrohung von CDU-Generalsekretär Peter Tauber ist ein Düsseldorfer Handwerker zu 2000 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Der 45-Jährige erschien am Dienstag am Amtsgericht ohne Anwalt und räumte die Tat sofort ein.

„Es tut mir leid, ich war aufgebracht“, sagte er. Er hatte Tauber im Februar nachts über Facebook als „primitives Mobberschwein“ beleidigt und gedroht, ihn „bei der nächsten Wahl“ zu töten. Der Parlamentarier hatte dies nicht auf sich beruhen lassen und Strafantrag gestellt.

Er habe in der „Süddeutschen Zeitung“ über eine Mobbing-Intrige gegen eine CDU-Mitarbeiterin gelesen, sagte der 45-Jährige. Hinter der Intrige soll maßgeblich Tauber gesteckt haben, was dieser bestreitet. Die Frau habe ihm leid getan, zumal er selbst Mobbing-Erfahrungen gemacht habe, erklärte der Angeklagte.

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Es ist ein Papier ohne Datum und Unterschrift, neun DIN A-4 Seiten ohne Parteilogo und jegliche Hinweise auf den oder die Verfasser. „Pflegehinweise für das Kaninchen“ lautet der Titel. Detailliert wird darin beschrieben, wie man sich von einer Parteimitarbeiterin trennen sollte.

Außerdem sei Tauber mit seinen Äußerungen gegenüber einigen Bevölkerungsgruppen auch nicht zimperlich gewesen. Richter Hans-Werner Telle-Hetfeld sagte, dies rechtfertige die Tat keineswegs. Vor Gericht hatte der Angeklagte am Dienstag dann eine kuriose Erklärung dafür, wie es zu dem Post gekommen sei.

Schuld daran, dass die Nachricht in Taubers Postfach landete, sei nämlich seine Katze gewesen. Die sei auf den Senden-Knopf gekommen, heißt es in einem entsprechenden Bericht auf bild.de. Der Richter glaubte dem 45-Jährigen aber die Geschichte nicht. Er verurteilte ihn schließlich zu einer Geldstrafe von 2000 Euro. Das Urteil ist jedoch noch nicht rechtskräftig. / lai, sar, dpa