Angeregte Diskussionen, interessante Vorträge: KN-Unternehmerforum in der Kinzig-Schule (mit Video)

15. November 2017
Schlüchtern

Der Höhepunkt des KN-Unternehmerforums in der Kinzig-Schule Schlüchtern war am Dienstagabend die mit regional prominenten Teilnehmern besetzte Podiumsdiskussion. Thema: „Ökonomie und Ökologie: über die Kunst, (scheinbare) Gegensätze zu vereinen“.

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Neben Moderator Alexander Gies, Redaktionsleiter der Kinzigtal Nachrichten, beteiligten sich an der Diskussionsrunde Landrat Thorsten Stolz (SPD), der IHK-Abteilungsleiter Öffentlichkeitsarbeit, Volkswirtschaft und Statistik Dr. Achim Knips, Malermeister Jochen Honikel aus Salmünster sowie Geschäftsführer Christian Rinn vom ökologisch vorbildlich agierenden und mehrfach dafür prämierten Familienunternehmen Rinn Beton- und Naturstein in Heuchelheim bei Gießen.

Vor und nach dem eigentlichen Programm hatten die knapp 150 geladenen Unternehmerinnen und Unternehmer aus dem Raum Schlüchtern zwischen Unterfranken und Vogelsberg die Möglichkeit, sich in lockerer Atmosphäre auszutauschen, zu diskutieren und neue Kontakte zu knüpfen. Dies nahmen viele Gäste gerne an und nutzten ihren Aufenthalt in der Pausenhalle der Kinzig-Schule für die Erweiterung ihres Netzwerkes. Die Schule hatte relativ kurzfristig die Räumlichkeiten für das Unternehmerforum zur Verfügung gestellt. Vielleicht wurde bei dortigen Gesprächen manches angeregt und besprochen, das in Zukunft unsere Region noch weiter voran bringt.

Angeregte Diskussionen, interessante Vorträge: KN-Unternehmerforum in der Kinzig-Schule (mit Video)

Wie sich ein Produktionsbetrieb dauerhaft und erfolgreich um Nachhaltigkeit bemühen kann und damit am Ende auch noch Geld verdient, dies erfuhren die Gäste des KN-Unternehmerforums im Fachvortrag des Abends aus berufenem Munde. Als Chef der Rinn Beton- und Naturstein GmbH & Co. KG erläuterte Christian Rinn die dazugehörige Grundidee des 117 Jahre alten Familienbetriebs im Kreis Gießen. Dieser hat es 2015 beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis unter die besten drei mittelgroßen Unternehmen geschafft und ist für 2018 erneut nominiert. Ökologie und Ökonomie sind laut dem Firmenchef nur scheinbar Gegensätze. Zusammen mit einer dritten Säule, die „Soziales“ nennt, ergebe sich ein Terzett, dessen Stimmen gleichwertig berücksichtigt werden müssten, um am Ende Nachhaltigkeit zu erreichen.

Obendrein koste das Verfolgen dieses Ziels nicht nur Geld, sondern führe sogar zu neuen Erträgen – etwa durch Einsparung beim Verbrauch – und bedeute inzwischen sogar einen echten Wettbewerbsvorteil, wenn zum Beispiel qualitätvolle Recycling-Betonsteine nachgefragt würden oder aber durch ein geändertes Vergaberecht in öffentlichen Ausschreibungen CO2-neutrale Produkte bevorzugt würden. / dk, hgs