BI sieht Gefahr durch Windräder

Bodendenkmäler

14. Dezember 2013
Ramholz

Die BIRD-Mitglieder Rolf Palm und Günther Nix befürchten, dass neben dem massiven Eingriff in die Natur die weithin sichtbaren Windkraftanlagen das Landschaftsbild sowie den Gesamteindruck des "einzigartigen Ensembles von Schloss und Schlosspark" auf Jahrzehnte hin verunstalten und dass historisch wertvolle Bodendenkmäler auf der Breiten First unwiederbringlich zerstört werden.

In einer Pressenotiz weisen Palm und Nix darauf hin, dass sich diese Bodendenkmäler (Wallanlagen, historische Wege, Grenzsteine, Ackerterrassen und Landwehre) weitflächig über die Breite First erstreckten. Die Funddichte erkläre sich aus der Nähe zur Weinstraße, einem uralten Handelsweg, zu dessen Schutz die Landwehre angelegt wurden. Wie BIRD recherchiert habe, seien die größten Bodendenkmäler die beiden frühmittelalterlichen Wallanlagen, Vorgängerinnen der Burg Steckelberg. Der Archäotechniker Rolf Palm befürchtet: "Viele der kleineren Bodendenkmäler in der Umgebung der Wallanlagen werden durch die breiten Zuwegungen in Mitleidenschaft gezogen, zumal neuere Fundstellen noch nicht einmal untersucht wurden." Denkmalpfleger schätzten, dass diese Anlagen von der frühen Neuzeit bis ins 7./8. Jahrhundert zurückreichen und dass jüngste archäologische Fundstücke aus dem 11. bis 13. Jahrhundert stammen.

Für den Erhalt der historischen Kulturlandschaft haben sich laut BIRD bereits über 1500 Unterstützer ausgesprochen. Die Bürgerinitiative fordert daher die Bürgermeister von Schlüchtern und Sinntal auf, "ihrer Verantwortung gerecht zu werden, indem sie den Bürgerwillen unterstützen und diesen gegen die kurzfristigen Verwertungsinteressen der Windkraftanlagenbetreiber verteidigen". KN

Die "Bürgerinitiative (BI) Ramholz/Degenfeld – Rettet die Kulturlandschaft Ramholz", kurz "BIRD", spricht sich entschieden gegen die geplanten Windkraftanlagen aus.