Bürgerinitiative gegen Lärm erwartet von Bomba und Samson Taten beim Lärmschutz an der A66

14. September 2017
Bad Soden-Salmünster

„Die Botschaft hör’ ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.“ Dieses Zitat aus Goethes „Faust“ trifft zwar nicht voll und ganz, aber doch weitgehend auf die Gemütslage in der Bürgerinititative (BI) gegen Lärm zu.

Von unserem Redaktionsmitglied Hanns Szczepanek

Die aktiven Mitglieder der BI, deren Engagement vor allem die Verringerung der Lärmbelastung durch die Autobahn 66 zum Ziel hat, kamen am Dienstagabend im Besprechungszimmer der Spessart-Therme zusammen. Dort erörterten sie unter anderem den Bericht unserer Zeitung vom 25. August, wonach die beiden Staatssekretäre Mathias Samson (Grüne) vom Land Hessen und dessen Kollege Rainer Bomba (CDU) vom Bundesverkehrsministerium in Berlin über diverse Verkehrsprojekte sprachen, darunter auch die Lärmproblematik an der A 66 in Bad Soden-Salmünster.

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Bomba und Samson: Keine Abstriche beim Lärmschutz an der A66

Die Sorgen der Stadtverordneten sowie der Vertreter der Bürgerinitiative gegen Lärm in der Kurstadt über Relativierung oder gar Rücknahme von Zusagen zur Verbesserung des Lärmschutzes an der A 66 hält Rainer Bomba (CDU), Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, für unbegründet.

Beide zeigten sich darin einig, dass auf der Talbrücke zwischen Ahl und Bad Soden neuartige, lärmmindernde Spritzschutzwände im Austausch gegen alte Spritzschutzelemente ausprobiert würden. Die Bauarbeiten würden „für alle sichtbar“ noch im Herbst beginnen.

Darauf bestehen auch die BI-Mitglieder in der Kurstadt, denn zu Jahresbeginn habe Rainer Bomba den nunmehr bald zu Ende gehenden Sommer als Starttermin für die Bauarbeiten avisiert. „Wir wollen jetzt Taten sehen“, formuliert BI-Sprecherin Ulrike Schöppner.

Bürgerinitiative gegen Lärm erwartet von Bomba und Samson Taten beim Lärmschutz an der A66

Mitglieder der Bürgerinitiative gegen Lärm bei ihrem Treffen am Dienstagabend in Bad Soden. Die Sprecherin der BI ist Ulrike Schöppner (Sechste von links). / Foto: Hanns Szczepanek

Die zur Schau gestellte Einigkeit zwischen Berlin und Wiesbaden sei begrüßenswert, damit die Bürger und mit ihnen die BI „nicht weiter Spielball zwischen Bund und Land sind“. Allerdings müssten die bei dem Vororttermin im Februar und die Ende August in Berlin bekräftigten Zusagen „jetzt auch umgesetzt werden“, betont Schöppner – „und zwar noch 2017“.

Die BI gegen Lärm fordere daher die Verlängerung des Tempolimits auf 100 km/h auf die gesamte Talbrücke, den Austausch der alten Spritzschutzwände auf der Brücke durch die neuartigen mit integriertem Schallschutz sowie im Siedlungsgebiet die Schließung von Lücken zwischen den bisherigen Lärmschutzwänden.

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BI gegen Lärm sammelt knapp 1900 Unterschriften

Zahlreiche Lärmgegner und Ortsbeiratsmitglieder waren in den vergangenen Wochen sehr fleißig. Sie sammelten bis vorgestern Abend in Ahl, Bad Soden und Salmünster fast 1900 Unterschriften gegen Straßen- und Bahnlärm. Die Aktion wird aber fortgesetzt.