Das Firmenlogo als Marke: Was verbirgt sich hinter der CI-Factory von Engelbert Strauss?

16. September 2017
Schlüchtern

Wer aus erster Hand etwas über die neue Fabrik von Engelbert Strauss am Distelrasen erfahren will, der tut sich schwer. Im Herbst 2020 – also in drei Jahren – soll die Produktion an der Stelle anlaufen, wo gerade die Erdarbeiten gestartet sind.

Von unserem Redaktionsmitglied Alexander Gies

Noch will das Unternehmen mit Stammsitz in Biebergemünd nicht allzu viel verraten über das 100-Millionen-Euro-Projekt, dem bislang größten im Main-Kinzig-Kreis. Interview-Wünsche unserer Zeitung werden bislang abschlägig beschieden, dabei soll Ende September der erste Spatenstich erfolgen.

Mittelfristig sollen auf 85.000 Quadratmetern Grundstück am Distelrasen 300 neue Ausbildungs- und Arbeitsplätze entstehen. Zumindest einen kleinen Einblick in die neue sogenannte CI-Factory am Distelrasen gewährt das Kundenmagazin RotWeiss von Engelbert Strauss.

Die CI-Factory steht nach Angaben des Unternehmens für „eine gläserne Produktionsstätte für Firmenbekleidung sowie Logistikdrehkreuz“. Das Neue daran ist, dass die Individualisierung von Outfits auf ein neues Niveau gehoben werden soll.

CI, das ist die Abkürzung für Corporate Identity, also das Erscheinungsbild eines Unternehmens in der Öffentlichkeit. Im Fall von Engelbert Strauss, dem Hersteller von unter anderem Berufsbekleidung und Arbeitsschuhen, dreht sich alles um „das personalisierte Outfit von Kopf bis Fuß“, wie es im neuen Kundenmagazin heißt.

Henning Strauss, neben seinem Vater Norbert und seinem Bruder Steffen einer von drei Geschäftsführern, erklärt in dem Hochglanzmagazin die Motivation für die neue Fabrik so: „Heute geht es nicht mehr darum, das individuelle Firmenlogo abzubilden, sondern dieses als Marke zu verstehen“. Das bedeute, dass der Außenauftritt die Philosophie eines Unternehmens widerspiegeln müsse. Dabei setze man beispielsweise auf Accessoires wie personalisierte Zipper oder 3D-Drucke.

Die Firma besteht aus fünf Produktionsbereichen: Shuttle-Logistik, Logo-Manufaktur, Prüflabor, gläserne Schuh-Produktion und Factory Pop-Up, also Werksverkauf.

Mehr zu den einzelnen Produktionsbereichen lesen Sie in der gedruckten Ausgabe der Kinzigtal Nachrichten und im E-Paper.