Einbrecher muss zahlen: Geldstrafe über 19.500 Euro

15. November 2017
Gelnhausen

Die beiden Gestalten, die zu früher Morgenstunde mit verdächtigen Gegenständen durch Gründau gelaufen sind, kamen der Polizeistreife gleich verdächtig vor. Nun standen die Männer vor Gericht.

Noch bevor sich die beiden Beamten aus Gelnhausen zu einer Kontrolle entschlossen, nahm das Duo Reißaus. In zwei Richtungen rannten sie davon. Während einer von ihnen durch eine dichte Hecke in der Dunkelheit verschwand, konnte der andere mit seinem Fluchtwagen in einem nahen Wohngebiet gestellt werden.

Es war ein 28-jähriger Frankfurter. Weitere Ermittlungen ergaben, dass es sich bei den Gegenständen um wertvolles technisches Gerät aus einer nahen Autowerkstatt handelte, wo kurz zuvor eingebrochen worden war. Mehr noch: Im Fluchtauto fanden die Ermittler zudem zwei prall gefüllte Taschen mit Getränken. Die stammten aus einer Pizzeria aus Hasselroth, die in dieser Nacht ebenfalls ungebetenen Besuch erhalten hatte.

Jetzt wurde dem Frankfurter vor dem Amtsgericht Gelnhausen der Prozess gemacht: 19.500 Euro muss der Mann wegen eines Einbruchs und einer Beihilfe zum Einbruch zahlen. Die Summe errechnet sich aus der Höhe des Nettoeinkommens, das er als selbstständiger Kurierfahrer mit 5000 Euro pro Monat angab. Der Richter verhängte 150 Tagessätze zu einer errechneten Tagessatzhöhe von 130 Euro.

Damit gilt er als vorbestraft. „Sie haben großes Glück, nur eine Geldstrafe zu bekommen“, sagte er. Das bewegte den Angeklagten wohl, das Urteil zu akzeptieren. / ls

Wie der Frankfurter vor Gericht reagierte und warum es Verwirrung um seine Nationalität gab, das lesen Sie in der Mittwochsausgabe der Kinzigtal Nachrichten sowie im E-Paper.