„Es war ein Jahr des Aufbruchs“: Landrat Thorsten Stolz blickt zurück und nach vorne

02. Januar 2018
Main-Kinzig-Kreis

Landrat Thorsten Stolz (SPD) blickt auf „ein Jahr des Aufbruchs für den Main-Kinzig-Kreis“ zurück und kündigt für dieses Jahr viele Aktivitäten im Landkreis an.

In den kommenden Monaten, so Stolz, würden die Schulen und Straßen zwischen Maintal und Sinntal in großem Umfang saniert, die medizinische Versorgung ausgebaut, die Kinderbetreuung und die öffentliche Sicherheit gestärkt und der ländliche Raum gefördert. Wir dokumentieren seine Neujahrsrede in Auszügen:

„Seit 18. Juni 2017 bin ich Landrat unseres schönen Kreises und habe die Nachfolge von Erich Pipa angetreten. Ihm bin ich sehr zu Dank verpflichtet, weil er ein gut bestelltes und gut geführtes Haus hinterlassen hat. 2017 ist ein Jahr des Aufbruchs für den Kreis gewesen. Ich möchte das an ein paar Beispielen deutlich machen:

Bei der Bildung: Für die kommenden drei Jahre planen wir mit zusammengenommen rund 85 Millionen Euro alleine für den Schulbau die höchste Investitionssumme ein, die wir je für die Bildung im Main-Kinzig-Kreis ausgegeben haben. Am Rande sei erwähnt, dass auch die Kreisstraßen in einer Sanierungsoffensive mit einem deutlich erhöhten Budget ausgebessert und erneuert werden. Wenn man jetzt noch berücksichtigt, dass mehr als drei Viertel unserer Kreisaufträge an heimische Handwerksfirmen vergeben werden, dann darf das alles auch als gute Nachricht für die hiesigen Betriebe aufgefasst werden.

Bei der medizinischen Versorgung: Gebaut wird auch an unseren Krankenhäusern in Schlüchtern und Gelnhausen. Die Vision „Gesunde Kliniken 2020“ wird Realität mit Main-Kinzig-Kliniken auf dem neuesten Stand der Technik, als Anlaufpunkt für Menschen jeden Alters. Zudem wollen wir als Kreis mit einem eigenen Stipendienprogramm angehende Ärzte gezielt anwerben, um so dem sich abzeichnenden Ärztemangel zu begegnen.

Bei der Schulkinderbetreuung: Einen neuen Weg beschreiten wir bei der Nachmittagsbetreuung an Schulen. Die ersten Schulen werden im kommenden Unterrichtsjahr den Pakt für den Nachmittag umsetzen, weitere Schulen werden ihre Ganztagsprofile ausbauen, während der Kreis eine Schnittstelle innerhalb der Verwaltung für den Ausbau der nachmittäglichen Betreuung schafft. Damit haben alle Schulgemeinden nun die völlig freie Wahl, ob sie in die Profile gehen oder den „Pakt“ unterschreiben.

Bei der Sterbebegleitung: Seit diesem Jahr hat das Hospiz in Gelnhausen geöffnet, ein gemeinsames Projekt des Förderkreises Hospiz Kinzigtal, des Main-Kinzig-Kreises sowie der Caritas. Die sensible Betreuung und Begleitung von Menschen auf ihrem letzten Weg hat sich fest etabliert, so dass in anderen Teilen des Kreises ähnliche Projekte überlegt werden. Entscheidend aber ist: Wir haben hier erneut das Thema Pflege, Alter und Sterben aktiv in den Mittelpunkt unserer Politik gerückt.

Der Landkreis steht finanziell gut da – so soll es bleiben. Als Kämmerer setze ich daher seit Beginn meiner Amtszeit auf einen Dreiklang aus Abbau der Schulden, umfangreichen Investitionen in die Infrastruktur und einer spürbaren Entlastung der Kommunen.

Um das Sicherheitsgefühl der Menschen haben wir uns 2017 intensiv gekümmert. Die Polizei präsentiert zwar optimistisch stimmende Statistiken zu sinkenden Deliktzahlen und steigenden Aufklärungsquoten. Dennoch haben einige Bürgerinnen und Bürger das Gefühl, nicht ausreichend vor Einzeltätern und Diebesbanden geschützt zu werden. Ich trete für eine starke und auskömmlich finanzierte Polizei und Justiz ein. Zugleich bin ich der Meinung, dass neben Präventionsmaßnahmen auch zügigere gerichtliche Verfahren die richtigen Signale an potenzielle Kriminelle aussenden.

All diese Themen beschäftigen uns natürlich auch 2018. Nicht zuletzt, weil wir auf verschiedenen Ebenen weiter dafür kämpfen, von der Konsolidierung der Finanzen bis hin zu mehr Sicherheit – hier wäre nicht zuletzt der Hochwasserschutz zu nennen – oder mehr Mobilitätsangebote wie durch Schienenbauprojekte im Kinzigtal. Dabei muss uns der gute Ausgleich gelingen zwischen gesamtgesellschaftlichem Erfordernis und Schutz privater Interessen vor Ort.

Kurz gesagt: Den ganz wesentlichen Themen der Bürgerinnen und Bürgern hat sich die Kreispolitik angenommen und sie jeweils für einen mutigen Aufbruch genutzt. Insofern können wir zufrieden zurück- und optimistisch vorausblicken.“ / ag