Juniorwahl an der Henry-Harnischfeger-Schule

25 may 2014 / 08:58 H.

Wenn am Sonntag in Deutschland alle Bürger ab 18 Jahren die deutschen Abgeordneten im Europäischen Parlament wählen, haben zwei Klassen der Henry-Harnischfeger-Schule (HHS) dies schon hinter sich: Sie haben an der Juniorwahl teilgenommen.

Schon seit einiger Zeit haben die Klassen 7d mit Julia Czech und 9c mit Stefanie Gahmig im Unterricht die bevorstehende Europwahl zum Thema gemacht. Die Schüler schauten sich die Wahlprogramme an, informierten sich über wichtige Themen, diskutierten und wählten schließlich selbst. Wie bei der richtigen Wahl wurde ein Wahlvorstand gebildet und geschult, das Wahllokal eingerichtet, Wahlbenachrichtigungen verteilt und dann wählten die Schüler beider Klassen. Mit Stimmzetteln konnten sie sogar die tatsächlichen Kandidaten des Wahlkreises (Hessen) wählen.

Der Wahlvorstand zählte auch aus, dies jedoch nicht öffentlich, sondern intern. Das Ergebnis wurde dokumentiert und nach Wiesbaden übermittelt. Nun müssen die Lehrer und die Schüler im Wahlvorstand erst einmal darüber schweigen und alle anderen abwarten. Das Ergebnis darf erst am morgigen Sonntag nach 18 Uhr mitgeteilt werden, wenn also die richtige Europawahl beendet ist. Wie Julia Czech erläuterte, dienen die Juniorwahlergebnisse bundesweit zur Wahlanalyse.

Natürlich erzählten die Jugendlichen nicht, was sie gewählt haben, berichteten aber von ihren Wünschen für Europa. „Ich bin gegen Fracking und das Freihandelsabkommen mit den USA“, sagte ein Junge. Eine Schülerin meinte: „Fast jede Partei hat gute Ideen, eigentlich könnte man daraus eine neue bilden.“ Dann gebe es aber wohl „viele Projekte, die gar nicht alle finanziert werden könnten“, entgegnete ihr ein Junge.

„Muss man eigentlich wählen?“, wollte ein anderer Schüler wissen und erfuhr, dass das Wahlrecht ein Recht ist, in Deutschland aber keine Wahlpflicht besteht.

Kritik übten Schüler an den Nutzungsergebnissen des Wahl-o-Mats. Dieser habe oft unerwünschte Ergebnisse gezeitigt.

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